Okoubaka – Das Märchen vom heilsamen Rindenmulch

Vorweg:

Seit die Karl und Veronika Carstens-Stiftung ( Klick ) sich einen Lehrstuhl für CargoCult am Institut für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Berliner Charité (Shame on you, Charité!) erkaufen konnte, und dort nicht nur eine Nachwuchskraft ( Klick ) installierte (deren besondere wissenschaftliche Befähigung für den Job zumindest mir ein ewiges Rätsel bleiben wird) , sondern ihre (geschätzt) halbe Belegschaft mit Job und Huschi-Fuschi-Forschungsaufträgen versorgt hat, verfolge ich die Entwicklung dieses Hochschul-Skandals mit mehr oder weniger großem Interesse.      

Als nun im vergangenen Jahr – nachdem spruchreif wurde, dass Frau Stiftungsprofessorin Witt ihre Zelte in Berlin abbrechen und nach Zürich ´rübermachen würde – auf der Website des Instituts eine leichte Hektik ausbrach, diverse offene Posten, sprich laufende Forschungsvorhaben, abzuschließen, habe ich mich dann noch einmal etwas intensiver damit befasst, was nach 5 Jahren Witt´scher Explorationen und ´ner verbratenen Million Euronen tatsächlich zu bilanzieren ist.

Besonderes interessiert haben mich dabei Studien zur Homöopathie: Die sind nämlich ein Indikator für wissenschaftliche Redlichkeit, die sich z.B. im offensiven Umgang mit möglichen negativen Ergebnissen solcher Studien ausdrückt, oder eben auch in der Art und Weise , wie die Interaktion mit dem Lehrstuhl-Stifter funktioniert und wie groß die geistige Unabhängigkeit der Forschenden von dessen Zielen ist.

Exemplarisch dafür ist eine der letzten Studien, welche die Witt-Gruppe abgeliefert hat: Eine homöopathische Arzneimittelprüfung mit Okoubaka; einem Mittel, dass nach Ansicht der Carsten-Stiftung nicht nur „in jede Reiseapotheke für einen Urlaub in heißen Regionen“ gehört, sondern „in potenzierte Aufbereitungen gegen alle Vergiftungen der modernen Welt“ einzusetzen ist. Und das, werte Leserin, geschätzter Leser, ist ja kein ganz geringer Anspruch.

Schauen wir also, was uns Okoubaka zu bieten hat, zu welchen Ergebnissen die Frau Witt kam, und was dann die Carstens-Stiftung daraus gemacht hat.

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Bardens vs. Lanka: It´s a shame

Gerade läuft, dass dürften den meisten, die sich mit dem Thema Alternativmedizin öfters beschäftigen, bekannt sein, eine bizarre gerichtliche Auseinandersetzung zwischen dem Arzt David Bardens und dem Biologen Stefan Lanka.

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Achtung DZVHÄ! Rotstiftalarm!

Hallo DZVHÄ,

habe gerade gelesen!  Heels Angaben zu den innovativen “indirekten Arzneien” , die nach dem außerordentlich interessanten Prinzip funktionieren, dass A (Kleinkind) sie eingeworfen bekommt, bei B (Mütterchen) aber die Wirkung auftritt. Wenn das mal kein Nachweis für Walachs verschränkte Quanten ist.

Aber um die geht´s nicht, sondern um den Beipackzettel. 

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Wenn homöopathische Ärzte Skeptiker korrigieren…

…ist Panhas am Schwenkmast, wird´s endlich wieder Sommer, haben wir was zu lachen, staunt der Laie und der Fachmann wundert sich, sieht´s finster aus am Ende des langen dunklen Tunnels, gibt´s Himbeereis zum Frühstück und Rock´n Roll im Fahrstuhl, kreißt der Berg und gebiert eine Maus, stürzt der Himmel ein und sterben alle Vögel, kotzen Pferde vor der Apotheke oder das Wetter ändert sich, oder ´s bleibt wie´s ist!

Suchen Sie sich was aus, geschätzter Leser. Irgendetwas wird möglicherweise stimmen.

Ganz sicher stimmt aber:

…gibt´s Gründe genug für eine Korrektur der Korrektur.

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Graneis oder Die Kunst, den Sinn vom Un- zu trennen

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Der Artikel ist Ralf Behrmann gewidmet.

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Es ist ein Glücksfall, heute auf Studenten zu treffen, die trotz der Bulimie-Pädagogik (1) an deutschen Gymnasien die Fähigkeit entwickelt haben, nicht nur zu replizieren, sondern ab und an auch einige Überlegungen zu dem anzustellen, was sie da erlernen.

Claudia Graneis ist so ein Glücksfall.

Die angehende Pharmazeutin hat sich nicht nur die Zeit genommen, darüber nachzudenken, warum sie Elementares über ein Verfahren lernen soll, das in seinen Grundzügen allem widerspricht, was sie sonst so zu lernen hat; sie hat auch an entsprechender Stelle nachgefragt (klick).

Die ihr übermittelte Antwort zeigt deutlich:  Die von Claudia Graneis angestoßene Debatte um „Besondere Therapierichtungen“ wie die Homöopathie bzw. die anthroposophische Medizin, deren absurde (pharmakologische) Verfahren in der akademischen Ausbildung von  Mediziner bzw. von Pharmazeuten heute Prüfungsstoff sind, muss dringend zur rational und vor allem öffentlichen geführten Diskussion unter Beteiligung von Politik, Wissenschaft und ggf. auch der Juristen werden.

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