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		<title>Beauty is nothing without brains! Ein Schüßler-Update</title>
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		<pubDate>Tue, 14 May 2013 10:02:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>excanwahn</dc:creator>
				<category><![CDATA["Alternativ - Medizin"]]></category>

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		<description><![CDATA[Gut, Deutsche Homöopathie-Union, dass es eine Scheiß-Idee war, mit Promis Werbung für wahrhaft ächte Arzneyen zu machen, hat Euch das Landgericht Karlsruhe unmissverständlich deutlich gemacht.  Was ich dabei am schönsten fand, war, dass das Gericht so gar kein Gefallen an &#8230; <a href="http://excanwahn.wordpress.com/2013/05/14/beauty-is-nothing-without-brains-ein-schusler-update/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=excanwahn.wordpress.com&#038;blog=10172051&#038;post=2852&#038;subd=excanwahn&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#000000;">Gut, <strong>Deutsche Homöopathie-Union</strong>, dass es eine Scheiß-Idee war, mit Promis Werbung für wahrhaft ächte Arzneyen zu machen, hat Euch das Landgericht Karlsruhe unmissverständlich deutlich gemacht.  Was ich dabei am schönsten fand, war, dass das Gericht so gar kein Gefallen an der mit der Werbebotschaft implizierten Behauptung fand, dass es zu einem verantwortlichen Umgang mit der Gesundheit gehöre, Schüßler-Salze zu verwenden <span style="color:#800000;">(1)</span> .</span></p>
<p><span id="more-2852"></span></p>
<p><span style="color:#000000;">Aber im Grunde ist es ja egal, ob Schüßler-Nonsens durch öffentlichkeitswirksames Blondinengeschwätz beworben wird, oder ob der überaus sympathisch in der TV-Werbung „rüberkommende“  Herr Pflüger, ein Mitbewerber  der DHU in Sachen Milchzucker mit Hausstaub, von einer besonderen Qualität seiner Lactose-Presslinge faselt, weil auf denen doch tatsächlich ein „P“ zu lesen ist.  </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Konsumenten-Verarsche bleibt es so oder so, und der eigentliche Skandal ist doch, dass derartiger offensichtlicher Unsinn überhaupt in den Regalen unserer Apotheken zu finden ist, denn unter den Homöopathie-Derivaten gibt es derzeitig  &#8211; völlig zurecht -  wohl kaum eine Variante der &#8220;alternativen Medizin“, die einen so grottenschlechten Ruf zumindest bei denen genießt, die über ein Mindestmaß an mathematischen oder naturwissenschaftlichen Kenntnissen verfügen,  wie die <b>Biochemie nach Schüßler</b>.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Allenfalls <b>Bachs Blütentherapie</b> oder die neue Varianten der Homöopathie, <b>PraNeoHom &#8211; Homöopathie nach Körbler</b>, bei der nicht mehr Mittel verabreicht werden, sondern kryptische Bildchen auf Körperstellen gepinselt werden, sind in der Lage, noch mehr Hohngelächter zu erzeugen; was natürlich die jeweilige Glaubensgemeinschaft in ihren Überzeugungen noch sicherer macht.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Apropos &#8220;Überzeugungen + Alternativmedizin&#8221;: Neben den wohlbekannten Spielarten der Selbst- und Fremdtäuschungen, ist mittlerweile einer der wichtigsten Bestandteile der alternativheilerischen Überzeugungssysteme ausgerechnet die wissenschaftliche Gemeinde, diese gemeingefährliche Bande von „materialistischen Dogmatikern“. Wenn diese sich nämlich <b>gegen <strong>ein Verfahren</strong></b> ausspricht, dann ist eine Form der Adelung, die zumindest der Alternativfraktion versichert: Das Mittel hilft!</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Und da man ja solche <b>Überzeugungen</b> nicht einfach ignorieren darf, weil <b>Toleranz und Offenheit gegenüber jedem Unsinn</b> fast schon <b>Bürgerpflicht</b> ist, schauen wir doch noch einmal, was die Schüßler-Therapie, zusätzlich zu dem, was ich hier auf dem Blog anno 2009  beschrieben habe (<a href="http://excanwahn.wordpress.com/2009/10/31/beschuslersche-biodingsbums/"><span style="color:#000000;">Klick</span></a>), so zu bieten hat.</span></p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<h3><span style="color:#000000;"><b>Ein knappes Histörchen über eine abgekürzte Therapie</b></span></h3>
<p><span style="color:#000000;">Also mit <b>Biochemie</b>, wie sie üblicherweise verstanden wird, hat dieses Heilverfahren nichts zu tun, mit <strong>Medizin</strong> ebenfalls nicht. Es ist eher Beleg dafür, dass auch mehr oder weniger durchgeknallte Irre, gewaltige Spaßvögel oder furchtbare Dilettanten durch die konsequent betriebene Umsetzung ihrer dümmsten Ideen zu einer gewissen Berühmtheit gelangen können.  </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Wir können deshalb die Darstellung der Theorie auf einige wenige Sätze reduzieren, was sicher ganz im <b>Sinne Schüßlers</b> gewesen wäre&#8230; </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Einem unbegabten Arzt des 19. Jahrhunderts <span style="color:#800000;">(2)</span> war nicht nur die damaligen Medizin zu kompliziert, sondern auch ihr Gegenentwurf, die Homöopathie nach Hahnemann.</span><br />
<span style="color:#000000;"> Um anstrengender diagnostischer und therapeutischer Tätigkeit zu entgehen, hat er dann ein Heilverfahren mit lediglich <b>12 Mineralstoffen</b> <span style="color:#800000;">(3)</span> erfunden, deren <b>angeblicher</b> Mangel <b>angeblich </b>für alle Krankheitszustände verantwortlich war, und deren Zufuhr in kleinsten Dosierungen <b>angeblich</b> alle Krankheiten beseitigen konnte.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Die Auswahl des jeweils passenden Salzes erfolgt über die sogenannte <b>Antlitzdiagnose</b> <span style="color:#800000;">(4)</span>, bei der <b>angeblich</b> untrügliche Zeichen im Gesicht auf den <b>angeblichen</b> Mangel hinweisen. Glaubt man Schüßler, lässt sich diese Diagnose nicht erlernen, sondern ergibt sich aus den „Erfahrungen“ des Therapeuten.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Um den <b>angeblichen </b>Mineralmangel zu beheben, soll das fehlende Salz in homöopathischer Verdünnung eingenommen werden. Die Atome des Salzes wandern <b>angeblich </b>in die kranken Zellen und locken dort <b>angeblich</b> durch ihre Bewegung weitere Minerale in die Zellen.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Ernstzunehmende Belege für die Schüßlerschen Thesen gibt´s nicht, was nicht wundert, denn die abenteuerlichen Behauptungen Schüßlers widersprachen dem medizinischen und chemischen Wissen schon zu dessen Lebzeiten &#8211; und das hat sich bis heute nicht geändert.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Und nachdem die menschenverachtenden Versuche so völlig daneben gingen, mit denen die Nazis &#8211; in ihrer wahnhaften Suche nach ideologieverträglichen Heilverfahren &#8211; auch Schüßlers Biochemie in Dachau validieren wollten, hat sich in den vergangenen fünfzig, sechzig Jahren kaum ein ernstzunehmender Wissenschaftler noch mit den Schüßler-Salzen beschäftigt &#8211; und wenn, dann mit negativen Ergebnissen.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Aber einen tragfähigen Wirksamkeitsnachweis für die „<strong>Biochemie a la Schüßler</strong>“ abzuliefern, war und ist im Grunde auch nicht nötig.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Denn der <b>Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler</b> mag zwar ein unbegabter Arzt gewesen sein, aber dafür war er ein begnadeter Vermarkter, der schon ziemlich frühzeitig dafür sorgte, dass Anhänger seine „Therapie“ über Laiengesellschaften, die <b>„Biochemischen Vereine“</b>, verbreiteten. Heute gleichen diese Vereine mit ihren doch überschaubaren Mitgliederzahlen  allerdings einem versprengten Trüppchen ewig Gestriger und werden in der Mehrzahl von Heilpraktikern geführt &#8211; wobei angenommen werden darf, dass die auf diesem Weg in erster Linie Kundenaquise betreiben.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Der wohl auch für die traditionelle Anhängerschaft ziemlich unerwartete Aufstieg der leicht schmuddeligen Milchzuckerpresslinge zum Liebling der Selbsttherapeuten und Kassenschlager in Apotheken ist dann auch weniger den Biochemischen Vereinen zu verdanken, als mehr der Sogwirkung der Homöopathie und deren Wiederbelebung in den letzten zwei Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts.</span></p>
<h3><span style="color:#ffffff;">b</span></h3>
<h3><strong>Von der Biochemie zur Bioschelmie</strong></h3>
<p><span style="color:#000000;">Beschäftigt man sich intensiver mit der Schüßlerschen Gedankenwelt, stößt man zwangsläufig auf eine krude Mischung zwischen oberflächlichem und nach heutigem Wissensstand durchweg falschem physiologischen und chemischem Wissen und der ideologisch beschränkten Weltsicht eines gelernten Homöopathen.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Als Erklärung für die Unbefangenheit, mit der Schüßler seine „Theorie“ formulierte, mag gelten, dass sich im 19. Jahrhundert ein wesentlicher Paradigmenwechsel in den Naturwissenschaften und damit auch in der Medizin vollzog, und damit Raum für Spekulationen in enormem Maße vorhanden war.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Denn so gut wie alles, was bis dahin als gesichertes Wissen galt, wurde durch die neuen, auf wissenschaftlicher Methodik basieren Erkenntniswege „über den Haufen“ geworfen.</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><strong>Wöhlers Oxalsäure- und Harnstoffsynthese</strong> <span style="color:#800000;">(5)</span> veranlasste, die Idee des <strong>Vitalismus</strong> <span style="color:#800000;">(6)</span> zunehmend kritisch zu betrachten. </span></p>
<p><span style="color:#000000;"><strong>Virchows Zellularpathologie </strong><span style="color:#800000;">(7, 8)</span> löste die <strong>Humoralpathologie</strong> (Viersäftelehre) ab, und die mittelalterliche <strong>Alchemie</strong> verabschiedete sich endgültig, nachdem das <strong>Bohrsche Atommodell </strong>sich als deutlich nützlicher für die Erklärung chemischer Reaktionen zeigte, als die Vorstellung transzendenter Aspekte in der Materie.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Dass gerade aber Zeiten großer Umbrüche besonders unausgegorene, in sich widersprüchliche Theorien begünstigen, zeigt sich mit der Schüßlerschen Biochemie in aller Deutlichkeit.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Dankbar dürfen wir Schüßler jedoch sein, dass er seinen Schmonzes nicht mit höheren Energien verbrämt hat und weder Engel und Elfen noch Zaubersprüche am Geschehen beteiligt sind, sondern einfach nur falsche „Fakten“.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Und diese als „<strong><span style="color:#800000;">falsch</span></strong>“ zu identifizieren ist doch deutlich einfacher, als die Auseinandersetzung mit dem rosafarbenen Einhorn im Vorgarten, ohne das alternative Therapien meist nicht auskommen: Ein Blatt Papier, Schreibwerkzeug, ein Taschenrechner (nicht unbedingt) für einige Berechnungen, ein gutes Lehrbuch zur Biochemie, wie man sie üblicherweise versteht, sowie zwei weitere zur Histologie und Pathologie reichen völlig aus, um die Behauptungen Schüßlers angemessen zu zerlegen.</span></p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><b>- Substitution von Mineralstoffen durch Schüßler-Salze ? </b></span></p>
<p><span style="color:#000000;">Folgt man Schüßlers Krankheitslehre, trifft man in des Meisters Hypothesen zuerst auf die Überlegung, dass krankheitserzeugende Defizite an Mineralstoffen ausgeglichen werden müssen.</span></p>
<p style="padding-left:30px;"><span style="color:#000080;"><em>»Die Biochemie bezweckt die Correction der von der Norm abweichenden physiologischen Chemie. Wer dies Ziel (Anmerkung d. Verf.: die Deckung des Mineralstoffdefizits) und die Mittel und Wege, auf denen es erreicht wird, unbefangen sich veranschaulicht, wird zu der Erkenntniß kommen, daß die biochemischen Mittel, nach richtiger Wahl angewendet, zur Heilung aller durch innerliche Mittel heilbaren Krankheiten genügt.«</em></span><span style="color:#800000;"> (9)<b> </b></span></p>
<p><span style="color:#000000;">Dieses Zitat reflektiert die Idee der <b>Substitution von fehlenden (Mineral)Stoffen</b> auf pharmazeutischem Weg, was grundsätzlich nachvollziehbar ist.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Allerdings ist es dabei erstaunlich, dass die Substitution ausgerechnet mit <b>enorm verdünnten Arzneien</b> erreicht werden soll, denn gerade im Hinblick auf die Dosierungen D6, und besonders  D12, ist eine Substitution von Mineralstoffen bei einem <b>tatsächlichen Mineralienmangel </b>mit Schüßler-Salzen <b>kaum möglich,</b> weil die übliche Dosierung<b> D6</b> bedeutet, dass 1 Gramm Wirkstoff in 1 Tonne Milchzucker zu finden ist, was einem Wirkstoffgehalt von 0,00000025 Gramm je Tablette entspricht.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Nehmen wir als Beispiel <b>Calciumphosphat</b>, das Schüßler-Salz <strong>Nr.2</strong>:</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Bedingt durch übliche Stoffwechselvorgänge beträgt der täglich zu substituierende Bedarf von Calcium rund 1000 mg.</span><br />
<span style="color:#000000;"> Wollte man diese Menge mit Hilfe von Schüßler-Salzen – sagen wir <b>zur Hälfte </b>– ergänzen, müsste man täglich 2.000.000 Tabletten zu je 250 mg Milchzucker zu sich nehmen. Man muss also,  um 500 mg. Calcium zuzuführen, locker ein halbe Tonne Milchzucker schlucken, falls ich mich nicht verrechnet habe.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Bei der anderen genannten Potenz, der <b>D12 </b>ist es noch ein wenig grotesker, denn bei <b>D12</b> ist 1 Gramm Wirkstoff in 1 Million Tonnen (!) Milchzucker zu finden, was einem Wirkstoffgehalt von 0,00000000000025 Gramm je Tablette entspricht.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Als Beispiel sei hier die <strong>Nr. </strong><b>8 „Natrium chloridicum </b>(aka „Kochsalz“) genannt:</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Im Hinblick auf die notwendige tägliche Zufuhr von etwa 4 Gramm, dass verlangt eine fünfzigprozentige Substitution die Einnahme von 8.000.000.000.000 Tabletten. Sollte ich mich jetzt um die eine oder andere Null verrechnet haben &#8211; es tut nichts zur Sache. </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Angesichts solcher Zahlen drängt sich fast zwangsläufig die Frage auf, ob der <b>Versuch der Substitution</b> nicht möglicherweise ein ziemlich <b>teures Unterfangen</b> ist.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Diese Frage soll mit dem Schüßler-Salz <strong>Nr. 7</strong>  <b>Magnesium</b> <b>phosphoricum</b> beantwortet werden:</span><br />
<span style="color:#000000;">Magnesium erhält man zur  Nahrungsergänzung mittlerweile in jedem Drogeriemarkt für wenig Geld. Vergleicht man die Dosierungen, muss man 2 handelsübliche Drogerie-Brausetabletten mit Magnesiumcarbonat (Kaufpreis etwa 5 Cent je Brausetablette) vom Magnesium-Gehalt her durch 1 kg von den Schüßler D3-Tabletten ersetzen, durch 1 Tonne Schüßler-Salze bei D6, oder durch 1 Million Tonnen Schüßler-Salz bei D12.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">In Euronen ausgedrückt bedeutet das: die Magnesium-Menge, die einem in zwei Tabletten aus der Drogerie, für 10 Cent quasi nachgeschmissen wird, bekommen Sie über die Schüßler-Salze für etwa 60 &#8211; 80 Euro in der Potenz D3, 60.000 &#8211; 80.000 Euro in D6 oder &#8211; in der günstigen Großpackung &#8211; für  60 – 80 Milliarden Euro als D12 <span style="color:#800000;">(10)</span>.<b><br />
</b></span><br />
<span style="color:#000000;">Nun werfen Schüßler-Salz-Anwendern und deren Dealer, angesprochen auf das lausige Preis-Leistungsverhältnis, oftmals das Argument in die Runde, dass derartige Berechnungen ohnehin nicht statthaft wären: denn erstens sei besonders die <b>D 12</b> wertvoll, da diese <span style="text-decoration:line-through;">Potenz</span> Verdünnung  in etwa der Konzentration der Mineralstoffe in der Zelle entsprechen würde, was sich <b><i>angeblich</i></b> positiv auf die Übernahme des jeweiligen Stoffes in die Zelle auswirken würde, und zweitens würde über die <b>Verreibung der Salze</b> eine besonders gute <b>Bioverfügbarkeit</b> gewährleistet.</span></p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<p><span style="color:#000000;"><b>- Verreibung der Salze? </b></span></p>
<p><span style="color:#000000;">Macht es tatsächlich einen Unterschied aus, ob man beispielweise körniges oder fein pulverisiertes Kochsalz in Tonnen von Milchzucker verteilt?</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Möglicherweise hinsichtlich der Chance, überhaupt ein paar Moleküle Natriumchlorid in den Bergen von Milchzucker zu ergattern. Ganz sicher nicht mit Blick auf die Wirkung des Kochsalzes. Dem ist es nämlich völlig egal, ob es pulverisiert oder körnig war, bevor es in wässriger Lösung, sprich im Speichel dissoziiert. Und letztlich bleibt ganz wenig Kochsalz auch in pulverisierter Form ganz wenig Kochsalz.</span></p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<p><b>- Gute Bioverfügbarkeit? </b></p>
<p><span style="color:#000000;">Gute Bioverfügbarkeit bei Mineralstoffen bedeutet, dass diese als gut resorbierbarer Komplex oder eben in ionisierter Form vorliegen. Das allerdings wird mit der Verreibung eher nicht erreicht, aber halten wir die Hypothese trotzdem für richtig.</span><br />
<span style="color:#000000;"> <b>Mineralwasser</b> (wie auch normales Leitungswasser) dagegen enthält gelöste Mineralien als Kationen oder Anionen und gewährleistet damit eine schnelle Resorption, weshalb ein Vergleich mit Schüßler-Salzen zwar nicht angebracht ist, aber das kritische Auge soll mal kurz geschlossen werden, weil der nachfolgende Vergleich zu schön ist.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Angestellt wurde dieser von der Apothekerin <b>Susana Niedan-Feichtinger</b> von der österreichischen Firma <b>Adler Pharma</b>, einer Herstellerin von Schüßler-Salzen.</span><br />
<span style="color:#000000;"> Nun wollte <b>Frau Niedan-Feichtinger</b> aber mit ihrer Berechnung nicht nachweisen, dass möglicherweise Mineralwasser eine bessere Alternative für die Mineralstoffzufuhr darstellt, ihre Berechnungen haben eine gänzlich andere Intention <span style="color:#800000;">(11)</span>: Sie wollte nämlich verdeutlichen, dass die Einnahme von Schüßler-Salzen gesundheitlich unbedenklich ist, was wohl kaum jemand anzweifelt &#8211; sieht man einmal von möglichen Diarrhoen aufgrund exzessiver Milchzuckerzufuhr ab.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Dass <strong>Frau Niedan-Feichtinger</strong> jedoch, ganz sicher unbeabsichtigt, mit ihrem Rechenbeispiel ein weiteres überzeugendes Beispiel dafür geliefert hat, wie <strong>unsinnig</strong> die Einnahme von Beschüßlerchen ist, dafür sei ihr ausdrücklich gedankt.</span></p>
<p style="padding-left:30px;"><span style="color:#000080;"><em>„Alle Mineralwasser-Konsumenten nehmen pro Tag mehr Mineralstoffe auf, als es über Schüßler Salze überhaupt möglich wäre: Wenn in einer Mineralwasserflasche 115 mg/l Kalzium (beispielsweise Vöslauer mild) angegeben sind, dann müsste man, wenn man die in Calcium phosphoricum D6 enthaltenen reinen Kalziumionen auf das im Mineralwasser enthaltene Kalzium umrechnet, 388 kg an Schüßler Salz Nr. 2 in D6 (1.552.000 Tabletten!) täglich einnehmen, um auf die gleiche Menge wie in 1 Liter Mineralwasser zu kommen.</em></span></p>
<p style="padding-left:30px;"><span style="color:#000000;"><span style="color:#000080;"><em>Bei einem Gehalt von 39,4 mg Magnesium pro Liter Mineralwasser (beispielsweise Vöslauer mild) fällt der Vergleich auch interessant aus: Berechnet auf die Menge Mg im Mg HPO4 geht es hier um 772.550 Tabletten oder 193 kg Mineralstofftabletten Nr. 7 nach Dr. Schüßler in der D6.</em></span> <span style="color:#800000;">(12)</span></span></p>
<p><span style="color:#000000;">Wer jetzt doch auf den Gedanken gekommen ist, dass man mittels Mineralwasser mit deutlich geringerem Aufwand&#8230; Stop, darum ging es nicht. Belassen wir es dabei, bevor noch jemand auf die Idee kommt, den Preis für Mineralwasser mit dem von Schüßler-Salzen zu vergleichen&#8230;</span></p>
<p><b> </b></p>
<p><b>- Hektisches Treiben an der Zellwand</b></p>
<p><span style="color:#000000;">Dem</span> <b>Substitutionsgedanken</b> <span style="color:#000000;">gegenüber steht eine gänzlich andere Überlegung des großen Meisters: durch die sehr geringe Dosierungen der Mineralien in den Schüßler-Tabletten (die angeblich etwa der Konzentration der Mineralstoffen in den Zellen entspricht) soll der Zelle gleichsam der Anstoß gegeben werden, in ihren funktionell idealen Mineralstoffhaushalt zurückzukehren.</span></p>
<p style="padding-left:30px;"><span style="color:#000080;"><em>»Die pathogen veränderten Zellen, d. h. die Zellen, welche ein Defizit an einem ihrer Mineralien erlitten haben, bedürfen einer Deckung mittels eines homogenen Mineralstoffs. [...]</em></span></p>
<p style="padding-left:30px;"><span style="color:#000080;"><em>Zu diesem Zwecke verabreicht man die betr. Mineralstoffe in Molekularform.</em></span><br />
<span style="color:#000080;"> <em> Die Moleküle treten durch das Epithelium der Mund- und Schlundhöhle in das Blut und diffundieren nach allen Richtungen. Diejenigen Moleküle, welche in den Krankheitsherd gelangen, vollziehen daselbst eine lebhafte Molekularbewegung, in welche gleichartige Stoffe aus der Nachbarschaft treten. Diese Stoffe gelangen in die pathogen veränderten Zellen, und somit kommt eine Heilung zustande.« </em></span><span style="color:#800000;">(9) </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Spätestens hier graust es den wahren Biochemiker und den Physiologen; und nicht nur deshalb, weil Schüßler die <b>Brownsche Molekularbewegung </b> (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Brownsche_Bewegung">Klick</a>) offenbar nicht so richtig verstanden hat, und eher von einer Art atomarem Lock-Tänzchen auszugehen scheint.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Das ist ihm nachzusehen, weil er, wie ihm die Oldenburger Prüfer bei seiner nicht bestandenen Zulassungprüfung  zum Arztberuf attestierten, <em><span style="color:#000080;">„von den Hülfswissenschaften Chemie und Botanik nur dürftige Kenntnisse hatte“</span>.  </em>Unter solchen Bedingungen greifen Examinanten schon einmal zu phantasievollen Erklärungen.</span> <i> </i></p>
<p><span style="color:#000000;">Das scheint nicht nur für die &#8220;<em>Hülfwissenschaften</em>&#8220;, sondern auch für Hauptfach Medizin zu gelten, denn Schüßler hatte genauso wenig Ahnung von der Physiologie der unterschiedlichen Epithele des Verdauungstraktes, wie auch von den Mechanismen der Nährstoffresorption.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Um diese Feststellungen zu belegen, ist ein kleiner Ausflug in die Stoffwechselphysiologie bzw. in die Anatomie/Histologie des Verdauungstraktes nötig.</span></p>
<p>Beschäftigen wir uns zuerst mit der Behauptung Schüßlers,  <b>dass durch das Epithel der Mundhöhle Mineralsalze in den Blutkreislauf gelangen können</b>.</p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<p><b>- Epithel der Mundhöhle</b></p>
<p>Epithelgewebe, also die Gewebe, welche u.a. die Körperoberfläche zur Außenwelt abgrenzen,  sind  &#8211; gemäß ihrer Funktionen &#8211; äußerst unterschiedlich strukturiert.  Epithelien, die in erster Linie Schutzfunktionen haben, d.h. den Organismus vor dem Eindringen oder Austreten von Stoffen oder darunterliegende Strukturen vor mechanischen Belastungen schützen sollen, gehören zu den <b>verhornten</b> oder <b>unverhornten mehrschichtigen Plattenepithelen</b>.</p>
<p><b>Mehrschichtige Plattenepithele</b> (<a href="http://www.google.de/imgres?q=epithelgewebe&amp;um=1&amp;safe=off&amp;hl=de&amp;biw=1326&amp;bih=639&amp;tbm=isch&amp;tbnid=B0c3MmPM9xWlrM:&amp;imgrefurl=http://pictures.doccheck.com/de/photos/54911/10276/epithelgewebe/&amp;docid=8IDPPDyxzaXPqM&amp;imgurl=http://pictures.doccheck.com/photos/b/1/04bb27ca3ae07b3_m.jpg&amp;w=400&amp;h=306&amp;ei=-wGSUZz5EYfg4QSSuoDYBQ&amp;zoom=1&amp;iact=hc&amp;vpx=650&amp;vpy=149&amp;dur=7292&amp;hovh=196&amp;hovw=257&amp;tx=135&amp;ty=222&amp;page=1&amp;tbnh=117&amp;tbnw=153&amp;start=0&amp;ndsp=20&amp;ved=1t:429,r:3,s:0,i:166">Klick</a>) sind von großer Bedeutung und finden sich gemäß ihrer Aufgaben überall dort, wo u.a. die mechanische Belastung der Haut groß ist, wie beispielweise durch die Speisenaufnahme und -zerkleinerung in der Mundhöhle.</p>
<p><span style="color:#000000;">Zytoskelett und Zellkontakte sind auf diese Belastung abgestimmt. In Regionen, die ständig befeuchtet sind, bleibt das mehrschichtige Plattenepithel unverhornt, wo es der Luft ausgesetzt ist, verhornt es.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Zu finden ist das <strong>mehrschichtige unverhorntes Plattenepithel </strong>- wie schon erwähnt -  in der Mundhöhle, der Speiseröhre und im Analkanal, also zu Anfang und Ende des Verdauungstraktes, wo eben keine Resorption stattfindet, jedoch Strukturen gegen mechanische Belastungen geschützt werden müssen.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Zum Vergleich: Weitere Orte, an denen man <strong>mehrschichtige unverhorntes Plattenepithele</strong> finden kann,  sind die Vagina, die männliche Harnröhre oder die Horn- und Bindehaut des Auges.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Die oben verlinkte Abbildung verdeutlicht, nachvollziehbar durch die Schichtung der Epithelzellen, dass der Stoffdurchgang eindeutig nicht zu den Aufgaben dieses Gewebetyps zählt. In diesem Zusammenhang sei der Betrachter besonders darauf hingewiesen, dass die oberen Zellschichten keinen Kontakt mehr zu Blutgefäßen haben, somit auch der von Schüßler behauptete Durchgang in die Blutgefäße für die meisten Stoffe äußerst unwahrscheinlich ist.</span></p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<p><b>- Darmepithel</b></p>
<p><span style="color:#000000;">Im Gegensatz dazu sind Epithelien, die der Resorption, der Sekretion oder der Erzeugung von Oberflächenbewegungen dienen, einschichtig aufgebaut.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Da die genannten Funktionen in der Regel einen höheren Energieaufwand bedeuten, sind die Epithelzellen größer, um Mitochondrien (Energieliefernde Zellorganellen) Platz zu bieten.</span></p>
<p>Der äußeren Gestalt entsprechend unterscheidet man kubische (isoprismatische) und zylindrische (hochprismatische) Epithele. <strong>Hochprismatische einschichtige Epithelien</strong> (<a href="http://http://www.google.de/imgres?q=einschichtiges+epithelgewebe+Saumzellen&amp;um=1&amp;safe=off&amp;hl=de&amp;biw=1326&amp;bih=639&amp;tbm=isch&amp;tbnid=XWH4BUdsvbFeuM:&amp;imgrefurl=http://www.kgu.de/zmorph/histopatho/histo4/pub/data/eg/de/007_a.html&amp;docid=WCY321qfuSGNQM&amp;imgurl=http://www.kgu.de/zmorph/histopatho/histo4/pub/data/eg/s007_a.jpg&amp;w=380&amp;h=300&amp;ei=FwWSUbCkO-aB4ATI1IA4&amp;zoom=1&amp;iact=hc&amp;vpx=2&amp;vpy=116&amp;dur=3430&amp;hovh=199&amp;hovw=253&amp;tx=67&amp;ty=223&amp;page=1&amp;tbnh=127&amp;tbnw=161&amp;start=0&amp;ndsp=14&amp;ved=1t:429,r:0,s:0,i:78">Klick</a>)  sind die typischen Zellen des Magen-Darm-Traktes.</p>
<p><strong>Fassen wir kurz zusammen:  </strong><span style="color:#000000;">Spätestens bei der Ansicht der unterschiedlichen Epithele</span> (<a href="http://www.google.de/imgres?q=epithelgewebe&amp;hl=de&amp;biw=1326&amp;bih=639&amp;tbm=isch&amp;tbnid=-aY0qP4RZr5UoM:&amp;imgrefurl=http://www.pflegewiki.de/wiki/Epithel&amp;docid=son9HOOLnfYw6M&amp;imgurl=http://www.pflegewiki.de/images/d/d9/Illu_epithelium_de.png&amp;w=520&amp;h=208&amp;ei=422UUbHDFsiOswbKyYHYDQ&amp;zoom=1&amp;iact=hc&amp;vpx=190&amp;vpy=265&amp;dur=3969&amp;hovh=142&amp;hovw=355&amp;tx=142&amp;ty=161&amp;page=1&amp;tbnh=93&amp;tbnw=225&amp;start=0&amp;ndsp=19&amp;ved=1t:429,r:1,s:0,i:166">Klick</a>) <span style="color:#000000;">wird deutlich, dass die Behauptung Schüßlers ganz offensichtlich den biologischen Aufgaben der Gewebe</span> <span style="color:#000000;">wiedersprechen. Mehrschichtige</span> <b>Plattenepithele</b>, <span style="color:#000000;">die u.a. in der Mundhöhle auskleiden haben Schutzfunktionen (klick) und dienen nicht der Nährstoffresorption. Die Nährstoffresorption &#8211; auch die der Mineralstoffe &#8211; erfolgt über den Darm, der zu diesem Zweck mit anderem</span>, <strong>einschichtigem Epithel</strong> <span style="color:#000000;">ausgekleidet ist</span>.</p>
<p><span style="color:#000000;">Schüßlers Behauptungen hinsichtlich der Resorption von Mineralstoffen in der Mundhöhle und Rachenraum ist also schlicht <strong><span style="color:#800000;">falsch</span></strong>.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Apropos „falsch“:  Wir sollten doch noch einmal kurz auf Schüßlers Behauptung zu sprechen kommen, dass seine Salze durch das Epithel „hindurchtreten“, auf diesem Wege in die Blutbahn gelangen und dann dem Lockruf in die Zellen folgen.</span></p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<p><strong><span style="color:#000000;">- Molekulare Individualreisen </span></strong></p>
<p>Alle Lebensprozesse und spezifischen Zellfunktionen bedürfen der Anwesenheit bzw. der Abwesenheit bestimmter Stoffe. Zellen sind darauf angewiesen, <b>selektiv</b> Stoffe und Teilchen auszutauschen, d.h. benötigte Materialien aus dem <b>interstitiellen Raum </b>in die Zelle einzuschleusen bzw. nicht mehr benötigtes Material zu entsorgen.<br />
Die Abgrenzung der Zelle zur Umgebung ist eine biologische Notwendigkeit.</p>
<p>Deswegen müssen Mechanismen, z. B. <b>Ionenkanäle</b> und sogenannte <b>Carrier</b>, vorhanden sein, die es Molekülen äußerst selektiv erlauben, die Membran zu passieren, denn die aus Phospholipiden bestehende Doppelschicht der Zellmembran ist nur für Gase und sehr kleine, meist unpolare Moleküle durchlässig.</p>
<p>Für Moleküle wie <b>Ionen</b> (Teilchen mit Ladungen), sowie die meisten biologisch wirksamen Substanzen ist sie ohne Hilfe <b>eine unüberwindbare Barriere</b>, da solche Moleküle polar und somit hydrophil sind.</p>
<p><span style="color:#000000;">Nun liegen Mineralstoffe im wässrigen Milieu aber in <strong>Ionenform</strong> vor, d. h. als positiv (Na +, K+, Ca2+, Mg2+) oder als negativ (Cl-, HPO42-, SO42-) geladene Teilchen, was den Schluss zulässt, dass der von Schüßler behauptete Übergang der Mineralstoffe in die Zelle, in der Form wie der Meister es sich vorstellte, nicht funktioniert.</span></p>
<p>Auch ist die <b>Resorption von Mineralstoffen aus dem Verdauungstrakt</b> kein einheitlicher Vorgang, sondern erfolgt ebenfalls unter Nutzung verschiedener Transportmechanismen.</p>
<p><span style="color:#000000;">Eisen beispielweise wird durch aktiven Transport aufgenommen, Calcium kann, in Abhängigkeit vom Angebot, sowohl aktiv als auch passiv resorbiert werden, gleiches gilt für Natrium. Phosphor wird aktiv transportiert, Magnesium je nach Art der Verbindung über den Wasserstrom, durch Carrier oder Transportproteine.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Diese Transportmechanismen sind allesamt im Darm vorhanden, nicht aber in der Mundschleimhaut, so dass die Resorption über die Mundschleimhaut, die ohnehin nur für eine eng begrenzte Anzahl von Stoffen möglich ist, keineswegs als generelle Möglichkeit für die Stoffaufnahme existiert.</span><br />
<span style="color:#000000;"> Wäre die Resorption über die Mundschleimhaut so universell möglich, wie Schüßler es annahm, so spräche sehr viel dafür, diesen Weg auch für konventionelle Medikamente umfänglich zu nützen, was jedoch nur mit einer sehr geringen Zahl von Medikamenten gelingt, beispielweise mit Glycerolnitrat (Nitroglycerin).</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Und schließlich: die Behauptung, dass Mineralsalze dann, wenn sie sich in erkrankten Zellen befinden, durch „heftige Molekularbewegung“ andere Moleküle des gleichen Stoffes anregen würden, damit diese ebenfalls in die Zelle gelangen, entbehrt jeder Grundlage, sie ist schlicht <strong><span style="color:#800000;">falsch</span></strong>. Wie schon oben erwähnt, vollziehen sich Stofftransporte auf zellulärer Ebene auf verschiedene Weise.</span></p>
<p><b><br />
- </b><b>Heilung aller durch innerliche Mittel heilbaren Krankheiten ?</b></p>
<p>An dieser Stelle erfasst nun auch den modernen Pathologen das Grauen.</p>
<p>Wir wissen heute, dass Schüßler Idee, alle Krankheiten seien auf einen zellulären Mineralstoffmangel zurück zu führen, wenigstens so absurd ist, wie die Vorstellung, dass Mineralstoffe zur „<b>Heilung aller durch innerliche Mittel heilbaren Krankheiten“</b> genügen.</p>
<p>Ebenfalls wissen wir, welche pathogenen Folgen echter Mineralstoffmangel hat, genauso aber auch, dass dieser nur selten vorliegt, meistens als akute Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung, beispielsweise einer Enteritis.</p>
<p>Das wusste auch der Gesetzgeber, als <b>Schüßler-Salze</b> als »<b>Homöopathische Arzneimittel ohne therapeutische Indikation</b>« klassifiziert wurden.</p>
<p><span style="color:#000000;">Erstaunlicherweise fühlt sich aber kaum jemand durch diesen Hinweis veranlasst, die <b>zahlreichen Indikationen</b>, für die Schüßler-Salze als Therapeutikum propagiert werden, zu hinterfragen.</span><br />
<span style="color:#000000;"> Vor allem im Internet existieren unzählige Websites, die ausführlich über die „Krankheiten“ informieren, gegen die Schüßler-Salze <b>angeblich</b> wirksam sind.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Eine besonders penetrante Seite (die ich hier absichtlich nicht verlinke) liefert hunderte von Indikationen, von denen ich, als abschreckendes Beispiel, die für <b>Nr. 12 „Calcium sulfuricum“ </b>geltenden hier hin kopiert habe.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Wenn Sie, geschätzter Leser, also an einer der nachfolgenden Krankheiten leiden</span></p>
<p style="padding-left:30px;"><em><span style="color:#000000;">Abduktionskontraktur, Abhängigkeit, Abszesse, Adduktionskontraktur, Adipositas, Akne Altersflecken, Angina, Aphten, Badeotitis, Bedrückung, Benignes Prostatasyndrom Beugekontraktur, Blasenentzündung, Blockierung, Blutgerinnung, Blutvergiftung, Brennen beim Wasserlassen, Bronchitis, Brustentzündung, Brüchige Fingernägel, Brüchige Haare, Cholesteatom, Chronische Bronchitis, Darmausgangs-Fisteln, Eierstocksabszess, Eifersucht, Ekzeme, Empfindsamkeit, Entscheidungsschwäche , Erwachsen werden, Feinsinnigkeit, Fette Haut, Fettsucht, Fisteln, Flexionskontraktur, Furunkel, Fußgelenks-Schmerzen, Gedächtnisschwäche, Gelenkkontraktur, Gelenkrheumatismus, Gelenkversteifung, Gicht, Giftstoffe-Abbau, Glanzlose Haare, Glomerulonephritis, Grind, Grosszehen-Schiefstand, Haar-Spliss, Hallux valgus, Harnbrennen, Herdbedingter Rheumatismus, Kater, Katzenjammer, Kieferhöhlen-Vereiterung, Kiefernhöhlenentzündung, Klarheit, Knorpel-Aufbau, Kontraktur, Kopfekzem, Kopfgrind, Kreativität, Krisenstimmung, Labilität, Laufnase, Lustlosigkeit, Lymphknoteneiterung, Lymphknotenentzündung, Magengeschwür, Mandelabszess, Mandelentzündung, Mandelvereiterung, Milchschorf, Milchstau, Mittelohr-Vereiterung, Mittelohrentzündung, Mumps, Muskelkontraktur, Muskelrheuma, Nasenlaufen, Nebenhöhlenentzündung, Nein-Sagen können, Nierenentzündung, Offene Eiterungen, Offenheit, Ohren-Ekzem, Ohrknorpelentzündung, Ohrmuschelekzem, Ohrmuschelentzündung, Opferhaltung, Osteomyelitis, Otitis externa, Parotitis, Parotitis epidemica, Passivität, Perichondritis, Perlgeschwulst, Pickel, Prostataabszess, Prostataadenom, Prostatabeschwerden, Prostatahyperplasie, Prostatahypertrophie, Pseudo-Krupp, Pusteln, Sanftmut, Schlaflosigkeit, Schnupfen, Schulter-Rheuma, Selbsteinschätzung, Selbsterkenntnis, Selbstversorgung, Selbstvertrauen, Sensibilität, Sinnsuche, Sorgen, Spastische Kontraktur, Speicheldrüsenentzündung, Spitzfuss, Stirnhöhlenentzündung, Stockschnupfen, Streckkontraktur, Stumpfe Haare, Ständiger Harndrang, Surferohr, Taucherohr, Übergewicht, Unentschlossenheit, Unfruchtbarkeit, Unglücklichsein, Unsicherheit, Verantwortung ,Vitalisierung,Volkmann-Kontraktur, Wachstumsverzögerung, Wertschätzung, Willensschwäche, Willensstärke, Wundsein, Zahn-Herde, Zahnungs-Verzögerung, Zahnwurzel-Abszess, Ziegenpeter, Zwanghaftigkeit, Zwänge, Zwölffingerdarmgeschwür oder Zystitis</span></em></p>
<p><span style="color:#000000;">und Sie wollen sich dagegen Beschüßlern, haben aber gerade keine <strong>Nr. 12</strong> im Haus,     dann  - <strong>Keine Panik!</strong> &#8211; macht das nichts. Lecken Sie einfach kurz an der Beethoven-Büste auf Ihrem Klavier.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Sollte es auch daran mangeln, schauen Sie mal im Werkzeugkasten nach.</span><br />
<span style="color:#000000;"> Dort finden Sie die<strong> Nr. 12</strong> als <strong>Arznei für Löcher in den Wänden</strong>.</span><br />
<span style="color:#000000;"> Allerdings unter ihrem bürgerlichen Namen <strong>Gips</strong>. </span><span style="color:#000000;">Also, einmal kurz in die Tüte gepustet und dann tief einatmen&#8230;</span></p>
<p><span style="color:#000000;">In diesem Sinne, viel Erfolg beim „Heilen“ !</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Halt, fast hätte ich etwas vergessen!  Bevor man mir mangelnde Fairness bei der Berichterstattung unterstellt:</span></p>
<h3><span style="color:#000000;"><b>Argumente für die Bioschelmie á la Schüßler</b></span></h3>
<p><span style="color:#000000;">1. Aufgrund ihrer Wirkungslosigkeit existiert nur ein geringes Risiko für den Anwender</span></p>
<p><span style="color:#000000;">2. Sie erspart der Solidargemeinschaft der gesetzlich Krankenversicherten die Finanzierung mancher unnötiger Arztbesuche, da sie <span style="text-decoration:line-through;">Arztphobikern </span>engagierten Eigenbehandlern das Gefühl vermittelt, nun endlich selbst ihr medizinisches Schicksal in den Händen zu halten.</span></p>
<p><span style="color:#000000;">3. Sie erfreut den Apotheker und die alternative Pharmaindustrie.</span></p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Jetzt ist tatsächlich Schluß, aber bevor ich es vergesse: Könnte mir mal jemand erklären, wieso man bei den Bioschelmen der Auffassung ist, die <strong>Nr. 11</strong>, <strong>Silizium</strong>, sei ein Salz?</span></p>
<p><b><span style="text-decoration:underline;"> </span></b></p>
<p><b><span style="text-decoration:underline;">Endnoten:</span></b></p>
<p><strong><span style="color:#800000;">(1)</span></strong> <span style="color:#000000;">Kurzer Hinweis für ambitionierte Verschwörungstheoretiker:  Auch das OLG Hamm hat in Sachen Schüßler-Salze vor kurzem geurteilt: „Die in der Deutschen Hebammenzeitschrift in Bezug auf zwei homöopathische Arzneimittel veröffentlichte Werbeaussage &#8220;Schüßler-Salze &#8230; Sanfte Begleiter in der Schwangerschaft&#8221; ist irreführend, weil sie auch aus Sicht der angesprochenen fachkundigen Hebammen ein falsches Wirkungsversprechen im Sinne von § 3 Nr. 1 Heilmittelwerbegesetz enthält.</span></p>
<p><strong><span style="color:#800000;">(2) </span></strong><span style="color:#000000;">Zur Person und zum beruflichen Werdegang Wilhelm Heinrich Schüßlers</span><b> (Klick) </b></p>
<p><strong><span style="color:#800000;">(3)</span></strong> <span style="color:#000000;">Mittlerweile haben Schüßlers Nachfolger zu den ehemalig 12 Mitteln</span><br />
<span style="color:#000000;"> noch ein paar weitere hinzugefügt, für die allerdings das Gesagte ebenfalls gilt.</span></p>
<p><strong><span style="color:#800000;">(4)</span></strong> Auf die Spitze getrieben hat den Quatsch mit der <b>Antlitzdiagnose,</b>  auch <b>Sonnerschau</b> genannt, der alternative Arzt <b>Dr. Hickethier</b> (1891 – 1958 ).  Was für Schüßler-Therapeuten eine segensreiche Weiterentwicklung war, weil sich seit <b>Hickethier </b>ein angeblich fundiertes diagnostisches System anbietet, ist aus wissenschaftlicher Sicht völliger Nonsens.                                                                                  Was sonst noch von Interesse ist: <b>„Dr.“ Hickethier</b> war eigentlich Polizeisekretär und hatte nie ein Medizinstudium absolviert.  Sein Doktorgrad <b><i>Doctor of Naturopathy</i></b> wurde vom <b><i>Pittsburgh College of Naturopathy/USA</i></b><i> verliehen.                  </i>Wofür?<i>  A</i>ls Anerkennung der Forschung über die Antlitzanalyse&#8230;</p>
<p><strong><span style="color:#800000;">(5)</span></strong> <b>Friedrich Wöhler</b> (1800 -1882) dtsch. Chemiker, Pionier der organischen Chemie, schuf mit seinen Arbeiten die Voraussetzung für die Abkehr von der Vorstellung, dass zur Erzeugung von Stoffen, die nur aus/in lebenden Organismen bekannt waren, eine transzendente Lebenskraft notwendig ist.     <b> </b><b></b></p>
<p><strong><span style="color:#800000;">(6)</span></strong> <b>Vitalismus</b> (lat.: <i>vita</i> „Leben“) ist jene Lehre, die als Grundlage alles Lebendigen eine <b>Lebenskraft</b> (<i>vis vitalis</i>) <b>als eigenständiges Prinzip</b> annimmt, um das Besondere des Lebens zu betonen. Es wird ein Wesensunterschied zwischen Organischem und Anorganischem behauptet. Der Vitalismus lehnt die Rückführung auf bloße chemische und physikalische Grundprinzipien ab und stellt sich somit in Gegensatz zum Mechanismus beziehungsweise Materialismus.</p>
<p><strong><span style="color:#800000;">(7)</span></strong> <b>Rudolf Virchow</b> (1821 -1902) Arzt, Archäologe und Politiker, Begründer der modernen Pathologie, erklärte als Erster den Zusammenhang zwischen Krankheit und Störungen auf zellulärer Ebene. Man kann davon ausgehen, dass Schüßler von Virchows Zellularpathologie wesentlich beeinflusst wurde, diese dann aber sehr eigenwillig interpretierte.<b></b></p>
<p><strong><span style="color:#800000;">(8)</span></strong> <b>Zellularpathologie:</b>  Die <b>Z. </b>ist die Lehre, nach der Krankheiten auf Störungen der Körperzellen bzw. ihrer Funktionen basieren. Sie wurde in den 1850er Jahren von <b>Friedrich Günzburg</b> (1820-1859) und vor allem von <b>Robert Remak</b> (1815-1865) entwickelt. <b>Rudolf Virchow</b> entwickelte deren Forschungserkenntnisse weiter, vermied aber die Nennung und Würdigung ihrer Vorarbeiten in seiner Publikation. Als Krankheitskonzept ersetzte sie die vorher (seit der Antike) gültige <b>Humoralpathologie</b> und ist damit für eine umfassende Umwälzung in der Vorstellung von Krankheitsentstehung und Krankheit im Allgemeinen verantwortlich. Zusammen mit der <b>Mikrobiologie</b> bildet sie ein Fundament der wissenschaftlich begründeten Medizin.</p>
<p>Gerade die Bedeutung der humanpathogenen Mikroorganismen wurde allerdings von Virchow kritisch gesehen, da dieser hier einen Widerspruch zur Zellularpathologie sah. Diese Ansicht gilt heute als <b>größter wissenschaftlicher Irrtum</b> <b>Virchows</b>.</p>
<p><strong><span style="color:#800000;">(9)</span></strong> Die verwendeten Schüßler-Zitate stammen aus: <b>Schüßler, W. H., Eine abgekürzte Therapie. Anleitung zur biochemischen Behandlung der Krankheiten.</b> Oldenburg und Leipzig 1898.</p>
<p><strong><span style="color:#800000;">(10)</span></strong> Die Berechnungen stammen von Hema aus dem Öko-Test Forum. Vielen Dank für die Mühe.</p>
<p><strong><span style="color:#800000;">(11, 12)</span></strong><a href="http://www3.apoverlag.at/pdf/files/OAZ/OAZ-2010/OAZ-2010-24.pdf" target="_blank"> http://www3.apoverlag.at/pdf/files/OAZ/OAZ-2010/OAZ-2010-24.pdf</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/excanwahn.wordpress.com/2852/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/excanwahn.wordpress.com/2852/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=excanwahn.wordpress.com&#038;blog=10172051&#038;post=2852&#038;subd=excanwahn&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Vergoldete Pißrinne &#8211; Nachtrag</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Jul 2012 08:41:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>excanwahn</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es fällt schwer, sich vorzustellen, dass die Marketing-Verantwortlichen bei Weleda, Wala, DHU, Hevert, Heel oder Staufen-Pharma wirklich so naiv waren oder sind, dass ihnen die vielfältigen Internet-Aktivitäten des Herrn Fritzsche und seiner Alter Egos nicht bekannt waren und es erst eines Artikels in der SZ bedurfte, um den Vorständen der bedeutenden alternativen Pharamunternehmen klar zu machen, dass es wohl der Super-Gau schlechthin war, ausgerechnet Herrn Fritzsche mit an Bord des brennenden Bootes &#8220;Alternativmedizin&#8221; zu holen. Ich werte deshalb die (in &#8230; <a href="http://excanwahn.wordpress.com/2012/07/10/vergoldete-pisrinne-nachtrag-no-1/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=excanwahn.wordpress.com&#038;blog=10172051&#038;post=2700&#038;subd=excanwahn&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es fällt schwer, sich vorzustellen, dass die Marketing-Verantwortlichen bei <strong>Weleda</strong>, <strong>Wala</strong>, <strong>DHU</strong>, <strong>Hevert,</strong> <strong>Heel</strong> oder <strong>Staufen-Pharma</strong> wirklich so naiv waren oder sind, dass ihnen die vielfältigen Internet-Aktivitäten des Herrn Fritzsche und seiner Alter Egos nicht bekannt waren und es erst eines <span style="color:#3366ff;"><strong><a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/homoeopathie-lobby-im-netz-schmutzige-methoden-der-sanften-medizin-1.1397617"><span style="color:#3366ff;">Artikels in der SZ</span></a> </strong></span>bedurfte, um den Vorständen der bedeutenden alternativen Pharamunternehmen klar zu machen, dass es wohl der Super-Gau schlechthin war, ausgerechnet Herrn Fritzsche mit an Bord des brennenden Bootes &#8220;Alternativmedizin&#8221; zu holen.</p>
<p><span id="more-2700"></span></p>
<p>Ich werte deshalb die (in jeder Beziehung erfreuliche) <a href="http://dieausrufer.wordpress.com/2012/07/09/weleda-und-die-weisheit-der-menschen/"><span style="color:#000080;"><strong><span style="color:#0000ff;"><span style="color:#3366ff;">aktuelle Meldung</span></span></strong></span></a>, dass <strong>Weleda</strong> dem Herrn Fritzsche die Penunzen entzieht, nicht so sehr als Einsicht in die moralische Verwerflichkeit des Fritzschen Vigilantismus, sondern als Notbremse eines ohnehin in<span style="color:#3366ff;"><a href="http://http://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/wirtschaft/news/2012/03/26/neue-koepfe-fuer-weleda/6851.html"><span style="color:#3366ff;"> <strong>wirtschaftlicher</strong><strong> Schieflage</strong> </span></a></span><span style="color:#000000;">befindlichen Unternehmens, das derzeit eins garantiert nicht benötigt: einen veritablen Shit-Storm.</span></p>
<p>Den anderen Finanziers des Fritzschen Denunziations-Business, die sich bisher noch in Stillschweigen und Aussitzen üben, sei dringend empfohlen, sich an Weleda ein Beispiel zu nehmen: es ist einfach kein erfolgsträchtiger Einstieg in einen Dialog, der mit der Beschimpfung der Gesprächspartner als &#8220;Schwerstkriminelle&#8221; beginnt.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/excanwahn.wordpress.com/2700/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/excanwahn.wordpress.com/2700/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=excanwahn.wordpress.com&#038;blog=10172051&#038;post=2700&#038;subd=excanwahn&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Vergoldete Pißrinne</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 20:08:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>excanwahn</dc:creator>
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		<category><![CDATA[... und anderer Unsinn]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn sie &#8211; die Alternativheilerei &#8211;  einstmals von Historikern betrachtet werden wird, werden diese feststellen, dass ihre Anhänger, zur Zementierung der notwendigen Fremd- und Selbsttäuschung, zwei bedauerliche menschliche Fähigkeiten zur höchsten Vollendung entwickelt haben:  Ignoranz und Borniertheit. Gut, ja, die &#8230; <a href="http://excanwahn.wordpress.com/2012/04/10/vergoldete-pisrinne/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=excanwahn.wordpress.com&#038;blog=10172051&#038;post=2636&#038;subd=excanwahn&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn sie &#8211; die Alternativheilerei &#8211;  einstmals von Historikern betrachtet werden wird, werden diese feststellen, dass ihre Anhänger, zur Zementierung der notwendigen Fremd- und Selbsttäuschung, zwei bedauerliche menschliche Fähigkeiten zur höchsten Vollendung entwickelt haben:  Ignoranz und Borniertheit.</p>
<p>Gut, ja, die Lüge auch. Die ist die Dritte im Bunde.</p>
<p><span id="more-2636"></span></p>
<p>Aber &#8221;Lüge&#8221; ist so absichtsvoll - und sie trifft deshalb nur auf die Propheten zu, von denen man annehmen darf, dass sie den Unsinn, den sie reden, genau erkennen, aber dennoch keinen Skrupel haben, ihn zu verkünden.</p>
<p>Solche Propheten, wie diese Wissenschafts-Karikaturen, die sich seit einigen Jahren an der altehrwürdigen Viadrina um Harald Walach und an der Charité um Claudia Witt angesammelt haben oder der sich bramarbasierend als Medizin-Journalist titulierende Lautsprecher der CAM-Szene, Claus Fritzsche, sollten sich deshalb ab und an ein Brecht-Zitat zu Gemüte führen:</p>
<p style="padding-left:30px;"><strong><em><span style="color:#800000;">„Wer Wahrheit nicht weiß, ist bloß ein Dummkopf, aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, ist ein Verbrecher.“  </span> </em></strong></p>
<p>Im Gegensatz zur Lüge, bei der es bekanntlich mehr um Fremdtäuschung geht, dienen jedoch die Ignoranz und natürlich auch ihre hässliche Schwester, die Bornierheit, in der Alternativheiler-Szene vor allem dazu, sich vor den Zumutung der Realität zu schützen, also der Selbststäuschung.</p>
<p>Ignoranz und Borniertheit sind der alles zusammenhaltende Generalbass der Kakophonie vom heilsamen Unsinn.</p>
<p>Sie sorgen dafür, dass das buntgemischte alternative Gejohle wenigstens etwas Gemeinsames hat; und wenn es nur die Überzeugung ist, alles an inter-subjektiven Erkenntnissen ausblenden zu dürfen, was nicht dem jeweiligen Wunschdenken entspricht.</p>
<p>Insoweit spricht viel dafür, es den Vertretern der Alternativmedizin gleichzutun; beispielweise, sie einfach zu ignorieren. Wohl wissend, dass der seriösen Medizin dadurch kein Schaden, nicht einmal ein Nachteil entsteht.</p>
<p>Allerdings spricht wenigstens genauso viel dafür, dass es auf Dauer wohl kein Erfolgsrezept ist, unangenehme Realität völlig auszublenden; vor allem, wenn diese    <strong>CAM Media.watch</strong> heißt&#8230;</p>
<p>Für die, die sich in der Eso-Heiler-Szene nicht so auskennen:  <strong>CAM Media.watch</strong> ist ein &#8221;Projekt&#8221; des schon weiter oben genannten Betriebswirts und Gelegenheits-Inders     <strong>Claus - Wes` Brot ich eß- des Lied ich sing &#8211; Fritzsche</strong>, der von sich selbst, wie ebenfalls schon erwähnt, als Medizinjournalist redet (was nur er selber so richtig glaubt, sonst jedoch niemand), von anderen jedoch als <strong>Mietmaul</strong> der CAM-Szene bezeichnet wird (was er zwar selbst nicht glaubt, dafür aber der Rest der Welt, selbst die alternativen Heiler und Pillendreher).</p>
<p>Die haben nun, treu ihrer Einschätzung folgend, Herrn Fritzsches Projekt mit einer zusätzlichen Finanzierung versehen, was dieser mit stolzgeschwellter Brust vor kurzem zu vermelden hatte.</p>
<p>Mittlerweile vergolden also nicht nur <strong>Homöopathie-Klitschen </strong>wie die<strong> DHU</strong>, die <strong>Fritzsche Pißrinne</strong>, in der die CAM-Szene (frei nach Georg Schramm) ihre Sprechblasen entleeren darf, sondern auch die <strong>Anthro-Pharmabuden Wala und Weleda</strong>.  Von den <strong>Steiner-Jüngern</strong> geadelt, wird aus dem niederrheinischen  <strong>Mietmaul <em>ordinaire </em></strong>nun ein <strong>Mietmaul <em>Deluxe</em>.</strong></p>
<p>Nun ist dieses Ereignis nicht so bedeutend, dass man es nicht vielleicht hätte doch ignorieren können - gäbe es da nicht einen Anlass, der zumindest dem Timing der Angelegenheit ein Haut-Gout vermittelt, wie es eine abgehängte Wildsau - kurz vor dem Übergang  in die Verwesung - nicht besser hinbekommen würde:</p>
<p>Vor kurzem hat nämlich eine anderes Leuchtfeuer der CAM-Szene, die <strong>Stiftungsprofessorin Claudia Witt</strong>, eine Studie zur Behandlung von Rückenschmerzen durch Injektionen von <strong>Disci/ Rhus. Tox.,</strong> einem Dauerbrenner aus der <strong>anthroposophischen Pharma-Schmiede Wala</strong>, vorgelegt:</p>
<p style="padding-left:30px;"><span style="color:#003366;">Efficacy of injections with <strong>Disci/Rhus toxicodendron compositum</strong> for chronic low back pain&#8211;a randomized placebo-controlled trial.</span></p>
<p style="padding-left:30px;"><span style="color:#003366;"><strong>Pach D, Brinkhaus B, Roll S, Wegscheider K, Icke K, Willich SN, Witt CM.</strong></span></p>
<p style="padding-left:30px;"><span style="color:#003366;">Institute for Social Medicine, Epidemiology and Health Economics, Charité University Medical Center Berlin, Berlin, Germany.  <strong>(1)</strong><em></em>  <strong></strong></span></p>
<p><strong></strong>Da die Studie, was in alternativmedizinischen Kreisen nicht unbedingt üblich ist, zumindest auf den ersten Blick wissenschaftlich einwandfrei konzeptioniert wurde, kommt  die Witt-Gruppe (fast schon zwangsläufig) zu folgendem Ergebnis:</p>
<p style="padding-left:30px;"><em><span style="color:#800000;">„Es konnte <strong>keine Überlegenheit von Disci / Rhus toxicodendron compositum gegenüber Placebo-Injektionen</strong> bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen gezeigt werden.</span><br />
<span style="color:#800000;"> Allerdings war Injektions-Therapie sicher, und es konnte, verglichen mit der Kontrollgruppe ohne Behandlung, eine kurzfristige Reduzierung des Schmerzes durch subkutane Injektionen von Verum und Placebo erreicht werden.</span><br />
<span style="color:#800000;"> Die Rolle der lokalen subkutanen Injektionen <strong>von unbedenklichen Substanzen wie Wasser und Salzlösung</strong> für Schmerzen im unteren Rücken-Management sollte weiter untersucht werden.  </span></em><span style="color:#000000;"><strong>(2)</strong><em>    </em></span></p>
<p><em></em>Dieses - irgendwie nicht ganz unerwartete - Resultat der Exploration fortgeschrittener Abwegigkeit, dürfte <strong>Wala</strong> wohl nicht erfreut haben, und bei den Witt-Finanziers, der CAM-Lobbyisten-Truppe<strong> Karl und Veronica Carsten-Stiftung</strong>, kann man getrost annehmen, dass auch diese sich im zirkulären Denken gestört fühlt. Denn die haben, vermutlich aus Solidarität, aus dem Witt´schen Schlußsatz folgendes gemacht: <strong></strong></p>
<p style="padding-left:30px;"><span style="color:#800000;"><em>&#8220;Fakt ist jedoch, dass die <strong>Disci/Rhus toxicodendron compositum Injektionslösung</strong> ebenso schmerzlindernd wirkte wie die Placebo-Lösung und im Vergleich zu anderen Injektionslösungen keine Nebenwirkungen aufweist. Weitere Studien zu der<strong> Wirksamkeit dieses Komplexmittels</strong> sind wünschenswert.&#8221; </em><span style="color:#000000;"><strong> (3)</strong></span></span></p>
<p>Ich bin mir sicher, dass Sie, werter Leser, den Unterschied sehen.</p>
<p>Einzig und allein den Herrn Fritzsche, Sprachrohr des Irrsinns, dürfte das Ergebnis erfreuen. Gilt doch unter Vertrieblern und Werbe-Fuzzies das geflügelte Wort:</p>
<blockquote><p><strong>Der Werbeaufwand verhält sich stets umgekehrt proportional </strong><strong>zur Qualität des Produkts.</strong></p></blockquote>
<p>Und von irgendwas muss ja auch jemand wie der Herr Fritzsche leben, oder?</p>
<p>Quellen:</p>
<p>(1) <a href="http://epidemiologie.charite.de/fileadmin/user_upload/microsites/m_cc01/epidemiologie/Projekte_de/DISCIde.pdf">http://epidemiologie.charite.de/fileadmin/user_upload/microsites/m_cc01/epidemiologie/Projekte_de/DISCIde.pdf</a></p>
<p>(2) <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22087222">http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22087222</a></p>
<p>(3) <a href="http://www.carstens-stiftung.de/artikel/homoeopathische-injektionstherapie-bei-rueckenschmerz.html">Carstens-Stiftung</a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/excanwahn.wordpress.com/2636/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/excanwahn.wordpress.com/2636/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=excanwahn.wordpress.com&#038;blog=10172051&#038;post=2636&#038;subd=excanwahn&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Universität Viadrina auf Abwegen No.2: Brandenburger Linsencurry&#8230;</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Nov 2010 00:05:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>excanwahn</dc:creator>
				<category><![CDATA["Alternativ - Medizin"]]></category>
		<category><![CDATA[Alternativmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Ayurveda]]></category>
		<category><![CDATA[Komplementärmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Viadrina]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230;gehört  bisher zwar noch nicht zu den Standards der Regionalküche, aber es dräut unheilvoll am Horizont. Und wenn die Viadrina mit ihrem jüngsten Projekt Erfolg haben sollte, spricht einiges dafür, in naher Zukunft den wohlfeilen Ratschlag Rainald Grebes zu beherzigen: &#8230; <a href="http://excanwahn.wordpress.com/2010/11/20/universitat-viadrina-auf-abwegen-no-2-brandenburger-linsencurry/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=excanwahn.wordpress.com&#038;blog=10172051&#038;post=2028&#038;subd=excanwahn&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;gehört  bisher zwar noch nicht zu den Standards der Regionalküche, aber es dräut unheilvoll am Horizont. Und wenn die Viadrina mit ihrem jüngsten Projekt Erfolg haben sollte, spricht einiges dafür, in naher Zukunft den wohlfeilen Ratschlag Rainald Grebes zu beherzigen: „Nimm Dir Essen mit, wir fahrn nach Brandenburg!“</p>
<p>Zu verdanken haben wir nämlich diesen Angriff auf Beelitzer Spargel, Teltower Rübchen und Hecht mit Spreewaldtunke der Brandenburger Himmelspforte, dem <strong>Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften</strong> an der Viadrina. Dort nämlich hat  <strong>Prof. Hartmut Schröder</strong> mit seinen Vasallen <strong><a href="http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Ayurveda">„Ayurveda“</a></strong> entdeckt und Dank etlicher Euronen aus der Indischen Staatskasse auch sofort eine Professur eingerichtet.</p>
<p><span id="more-2028"></span><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<p><strong>Was ist Ayurveda ?</strong></p>
<p>Spätestens wenn der Verlag Gräfe und Unzer ein Thema wie „Ayurveda“ in einem seiner dünnen Breviere in gewohnter Anspruchslosigkeit populistisch aufbereitet, kann man sich eigentlich die Darstellung sparen: Mütterchen Mü und Fritz Brause wissen eh schon alles.</p>
<p>Machen wir´s deshalb kurz: Ayurveda ist was angeblich Alternatives aus Indien, bei dem Essen in gewöhnungsbedürftiger &#8211; weil therapeutischer &#8211; Zusammensetzung vor oder nach Öl-Massagen <strong><span style="color:#800000;">(1)</span></strong> in leicht angeranztem Butterfett gekocht und unter Absingen heilfördender Mantren  gegessen wird. Das hält ein  Leben lang gesund.</p>
<p>Allerdings erst, wenn man sich regelmäßig einem <strong>&#8220;Panchakarma-Ritual&#8221;<span style="color:#800000;"> (2)</span></strong> genannten  brachialen Reinigungsverfahren des Verdauungstraktes und der anhängigen Organe unterzieht, welches vor 200 Jahren Samuel Hahnemann zur Erfindung der Homöopathie veranlasst hätte, wäre es ihm denn bekannt gewesen.</p>
<p>Der erste Teil der Definition wird auch bei Gräfe und Unzer erwähnt, der zweite Teil dient der Überraschung des Patienten, wenn der sich mal so richtig ayurvedisch therapieren lässt.</p>
<p>Dazu addieren sich indische Varianten von Maria Trebens Kräuterküche, natürlich mit den vielfältigen Gewächsen der dortigen Flora, und &#8211; nicht gerade selten -  auch mit ein paar Schwermetallen, die bei uns  leider im Ruf stehen, der Gesundheit nicht besonders zuträglich zu sein. Zum guten Schluss gibts dann noch einige  gymnastische Körperübungen mit exotischen Namen sowie gute Ratschläge vom ayurvedischen Doktor.</p>
<p>Alles in allem ein traditionelles, alle Lebensbereiche umfassendes Konzept zur Lebensführung, das zutiefst mit den weltanschaulichen, kulturphilosophischen und sozioökonomischen Bedingungen Indiens verbunden ist und dessen Kompatibilität mit westlichen Lebensweisen bezweifelt werden darf.</p>
<p>Aber damit und gerade deswegen ist Ayurveda natürlich ein Spitzenkandidat für die Integration in die dem Zeitgeist abgerungene  deutsche Patchwork-Komplementärheilerei. Und wenn schon das Recycling überholter Heilverfahren mit der von den Chinesen abgelegten TCM bekanntermaßen gut gelungen ist, wird doch die Viadrina nicht an deren indischem Pendant scheitern, oder?</p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<p><strong>Viadrinas Ayurveda-Getöse</strong></p>
<p>Allerdings wundert es ein wenig, mit welchem Theatergedonner die Verantwortlichen der Europa-Universität ihre Entdeckung des Ayurveda feiern.</p>
<p>Sollte es<strong> Pleuger</strong>, <strong>Schröder</strong>, <strong>Walach und Co.</strong> entgangen sein, dass seit wenigstens zwanzig Jahren u.a. die <strong>Maharishi-Organisation</strong> den Markt mit dem öltriefenden Wellness-Angebot gut im Griff hat?</p>
<p>(Zur Erinnerung:  das ist die Truppe mit den erleuchtet grinsenden Jüngern, denen man erzählt hatte, sie könnten  nach eifriger Meditation fliegen, und die daraufhin eine gewisse Zeit lang dabei abgelichtet wurden, wenn sie sich im Lotussitz verzweifelt herumkatapultierten und zwischen Start und Landung so etwas wie eine Flugphase zu realisieren versuchten&#8230;)</p>
<p>Ayurveda und seine Hybride sind mittlerweile so verbreitet in Deutschland, dass nach Einschätzung des Verfassers dem Verfahren derzeit die gleiche ökonomische Schicksalskurve droht wie sie „Reiki“ erleben musste. Nach anfänglichem Hype folgt die tiefe Ernüchterung, dann die Marktsättigung, und schließlich verschwindet das Ganze wieder in der ökonomischen Nische; oder, wie Reiki, unter einem Stein.</p>
<p>Selbst der seit langen Jahren regelmäßig zum Zwecke der Vermarktung seines Ayurveda-Ressorts <strong>Atmasantulana Village</strong> durch Deutschland tourende    <strong>Dr. Shri Balaji Tambe</strong> -  jener als einer der größten Ayurveda-Spezialisten unserer Zeit von der einschlägigen Fachpresse im deutschsprachigen Raum gefeierte,  allerdings in der traditionellen Ayurveda-Kultur Indiens weitgehend unbekannte  ehemalige  Maschinenbau-Ingenieur, Möbelproduzent und aktuelle  Hotelmanager &#8211;  macht derzeit  mehr in Beziehungs- und Musiktherapie.</p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<p><strong>Ayurveda und Wissenschaft</strong></p>
<p>Gut, wir wissen ja mittlerweile durch die Vertreter der Komplementärheilerei, dass eine Jahrtausende währende Tradition eigentlich jede wissenschaftliche Begutachtung ersetzt. Deswegen ist es zwar grundsätzlich richtig, wenn die Viadrina-Experten einräumen, Ayurveda mangele es an der wissenschaftlichen Fundierung, aber hat das bis heute die Proponenten des Ayurveda gestört ?</p>
<p>Aber nein, wohl eher nicht, ganz im Gegenteil. Es wäre dem Geschäft nämlich möglicherweise abträglich, wenn man schwarz auf weiß nachlesen könnte, dass Ayurveda &#8211; ähnlich wie auch die TCM &#8211; nicht einmal ansatzweise die westliche Hoffnung auf Friede, Freude, Eierkuchen und Unsterblichkeit erfüllt.</p>
<p>Denn wesentlich für den Ayurveda-Boom oder den TCM-Hype ist und bleibt das Wunschdenken, dass sich in den traditionellen  und in weiten Teilen abstrusen  Heilverfahren der beiden größten Ländern der Erde gar wundervolle Therapieansätze verbergen, die unsere ignorante Wissenschaftsmedizin leider sträflich vernachlässigt.</p>
<p>So wundervoll sind diese Ansätze, dass Viadrina-Vorbeter Walach vor lauter Begeisterung mal eben ein paar Fakten verwechselt, wenn er schreibt:</p>
<blockquote><p><strong><span style="color:#000080;"> Rund zwei Drittel aller Krankheiten gelten als nicht heilbar. Häufig ist bestenfalls die Therapie der Symptome möglich &#8211; manchmal nicht einmal das. Aus diesem Grunde gewinnt Ayurveda in der momentanen Situation der alternativen Medizinsysteme in Europa und besonders in Deutschland immer mehr an Bedeutung, nicht nur im Bereich der Prävention, sondern auch bei der Heilung besonders chronischer Erkrankungen.</span></strong></p></blockquote>
<p>Gut, manchmal redet Walach ein wenig Blödsinn, was sich schon anhand der etwa 40 Millionen an Diabetes Typ 2  Erkrankten in Indien zeigt, die dem Land damit den zweifelhaften Ruf als &#8220;<strong>diabetes capital of the world&#8221;</strong> verschaffen,  aber das Zitat diente ja auch nur der Ankündigung einer Marketing-Veranstaltung. Wodurch Walach jedoch seine Behauptungen belegt sieht, bleibt wohl sein Geheimnis.</p>
<p>Nun weisen die wirklichen Fachleute ab und an darauf hin , dass die Wunder von Ayurveda oder der traditionellen chinesischen Medizin maßlos übertrieben werden. Was durchaus nachvollziehbar ist, da Indien ebenso wie China  sicher kein Musterländle für gute Volksgesundheit ist. Geschweige denn sind  &#8211; in Anbetracht der Tatsache, dass Indien  weder seine Kindersterblichkeit noch den durch Krankheit verursachten Verlust von Lebensjahren in den Griff bekommt und immer noch verhältnismäßig hilflos wesentlichen Infektionskrankheiten wie Tuberkulose, Malaria, Cholera, Tetanus oder  Tollwut ausgeliefert ist &#8211; gar irgendwelche Signale zu erkennen, dass ausgerechnet  in der antiquierten Volksmedizin „die“ innovativen Impulse für die  Behandlung  europäischer Wohlstandsmalessen zu finden sein könnten.  Letztere  Malaisen wiederum zählen  ziemlich sicher nicht zu den wesentlichen Problemen der indischen Bevölkerung.</p>
<p>Ein Blick in die WHO-Statistiken zeigt dann auch eine Realität, die mit den absurden Wunschvorstellungen deutscher Komplementärheiler nur schwer in Übereinstimmung zu bringen ist. Nimmt man nämlich die Kindersterblichkeit oder die Lebenserwartung eines Staates oder einer gesamten Region als Indikator für die Qualität der dort praktizierten Gesundheitsfürsorge, so zeigt die Statistik für das von Impfschäden, chronischen Krankheiten und einer unmenschlichen Schulmedizin schwer gebeutelte Deutschland im Jahr 2009  eine Kindersterblichkeit von etwa 3,9 Todesfällen auf 1000 Geburten sowie  eine Lebenserwartung bei Frauen von 82 Jahren und bei Männern von etwa 76 Jahren.</p>
<p>In Indien dagegen liegt die Kindersterblichkeit bei 30,5 Todesfällen auf 1000 Geburten, das 5. Lebensjahr erreichen 85 von 1000 Kindern nicht, die Lebenserwartung von Frauen liegt bei 65 Jahren, von Männern bei 62 Jahren. In den WHO-Statistiken zu Public Health steht Indien auf dem 112. Platz und die BRD auf dem 24. Platz, wenn es um die allgemeine Gesundheit der Bevölkerung geht.</p>
<p>Da mutet es schon ein wenig weltfremd an, wenn Viadrina-Präsident Gunter Pleuger seine hochtrabenden  Ziele verkündet:</p>
<blockquote><p><strong><span style="color:#000080;">„Wir würden gerne zur führenden Hochschule auf dem Ayurveda-Gebiet und darüber hinaus werden.“ <span style="color:#800000;">(3)</span></span></strong></p></blockquote>
<p>Und <strong>Prof. Hartmut Schröder,</strong> Fakultätsvorstand, Sozialwissenschaftler, Linguist, Unternehmer in Sachen Klangschalen sowie <strong>medizinischer Laie</strong>   &#8211; und deswegen natürlich auch<strong> Fachmann für Verfahren der alternativen Heilkunde</strong> -  erläutert dann weiter:</p>
<blockquote><p><strong><span style="color:#000080;"> Es sei denkbar, künftig an der Viadrina Standards zu entwickeln, die die Qualität von Produkten und Dienstleistungen rund um Ayurveda festlegen.<span style="color:#800000;"> (4)</span></span></strong></p></blockquote>
<p>Halleluja !</p>
<p>Genau darauf werden die indischen Ayurveda-Universitäten <strong></strong> sicher gewartet haben:  dass der in wissenschaftlichen Grenzgebieten agierende, ohne medizinische Forschungseinrichtungen ausgestattete und ziemlich umstrittene Ableger der Kulturwissenschaftlichen Fakultät einer kleinen deutschen Uni  endlich die Standards für eine Spielart der indischen Volksmedizin festlegt und den Ayurveda-Doctors mal zeigt, wie der Bartel das Curry kocht.</p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
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<p><strong>Endnote(n)</strong></p>
<p><strong><span style="color:#800000;">(1,2)</span></strong> Die Ölmassagen im traditionellen ayurvedischen Heilsystem haben, im Gegensatz zur deutschen Wellness-Interpretation, eine ganz andere Funktion: Sie sind Bestandteil des panchakarma-Rituals und damit funktional eingebunden in ein sehr individuell auf den Zustand des Patienten abgestimmtes Heilverfahren, an dessen Anfang eine umfangreiche, wenn auch fragwürdige Diagnosetätigkeit steht.</p>
<p>So werden den Ölen, die zum Einsatz kommen, bis zu 25 Pflanzenbestandteile beigemischt, die maßgeblich die Wirkung erzeugen, die der Therapeut erzielen will. Therapeutischer Sinn ist dabei kaum die Entspannung des Menschen, sondern Entgiftung, ggf. auch die Wiederherstellung von reduzierter Bewegungsfähigkeit. Die Massagen, auch in Verbindung mit anderen körpertherapeutischen Maßnahmen, sind allerdings nur die Einleitung des meist 4 Wochen (und länger) dauernden panchakarma-Heilrituals, welches nach westlichen Maßstäben aus eher rüden Therapiemaßnahmen besteht.</p>
<p>Dazu gehören das tägliche Trinken von mehreren Tassen Öl oder Ghee, bis nur noch Fett über den Darm ausgeschieden wird, anschließend erfolgt eine mehrtägige Schwitzkur mit Massagen. Der innere Reinigungsprozess wird dann durch provoziertes mehrfaches Erbrechen über einen Zeitraum bis zu drei Tagen eingeleitet. Dann erfolgt eine Abführkur, bei der durch pflanzliche Abführmittel bis zu 30 tägliche Darmentleerungen erreicht werden. Ist der Verdauungstrakt gründlich geleert, folgen Öl-Einläufe mit Klistieren in den Mastdarm. Auch dieses Maßnahme dient der Ausleitung von Giftstoffen und schädlichen Stoffwechselprodukten. Parallel dazu werden andere Körperöffnungen &#8211; Nase, Mund und Ohren &#8211; mit verschieden Verfahren und Lösungen gereinigt.<br />
Da diese sehr strapazierenden Therapiebestandteile das Herz-Kreislauf-System belasten, soll über einen Aderlass oder durch Schröpfen mit Blutegeln für eine Entlastung gesorgt werden. Dabei werden dem Organismus bis zu 500 Milliliter Blut entnommen.</p>
<p>Zum Abschluss einer panchakarma-Therapie &#8211; wenn der Patient sie ohne Komplikationen überstanden hat &#8211; wird dieser langsam wieder an seine übliche Nahrungsaufnahme bzw. Lebensgewohnheiten gewöhnt.<br />
<span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<p><strong><span style="color:#800000;">(3) </span></strong>Quelle des Zitats: <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/315702/315703.php">http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/315702/315703.php</a></p>
<p><span style="color:#ffffff;">b </span></p>
<p><strong><span style="color:#800000;">(4)</span></strong> Quelle des Zitats: <a href="https://www.berlin.de/special/jobs-und-ausbildung/uni-und-studium/news/1310908-999260-viadrinaersteayurvedaprofessur.html">https://www.berlin.de/special/jobs-und-ausbildung/uni-und-studium/news/1310908-999260-viadrinaersteayurvedaprofessur.html</a></p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
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		<title>Universität Viadrina auf Abwegen No.1: Das &#8220;IntraG&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 00:17:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>excanwahn</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Viadrina]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder hat ein Problem: Das Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften unter der Leitung Prof. Dr. Dr. Harald Walachs. Der einzige dort angebotene Postgraduierten-Studiengang Komplementäre Medizin – Kulturwissenschaften – Heilkunde (Master of Arts / M.A.), der in Kooperation &#8230; <a href="http://excanwahn.wordpress.com/2010/11/15/universitat-auf-abwegen-der-stolperstein-der-viadrina/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=excanwahn.wordpress.com&#038;blog=10172051&#038;post=2005&#038;subd=excanwahn&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder hat ein Problem: Das Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften unter der Leitung Prof. Dr. Dr.<strong><a href="http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Harald_Walach"> Harald Walachs</a></strong>.</p>
<p>Der einzige dort angebotene Postgraduierten-Studiengang</p>
<p><strong>Komplementäre Medizin – Kulturwissenschaften – Heilkunde (Master of Arts / M.A.), </strong></p>
<p>der in Kooperation mit der <strong>Internationalen Gesellschaft für Biologische Medizin e.V.</strong> in Baden-Baden durchgeführt wird, stand schon von Anfang an wegen <strong><a href="http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Europa-Universit%C3%A4t_Viadrina">umfänglichen para- und pseudowissenschaftlichen Lehrinhalten</a></strong> in der Diskussion.</p>
<p>Wer sich dazu bis ins Detail informieren möchte, lese <strong><a href="http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=6486.msg14669#msg14669">an dieser Stelle</a></strong> weiter.</p>
<p><span id="more-2005"></span></p>
<p>Verschärft hat sich die Diskussion im Sommer diesen Jahres, als im Curriculum zum Studiengang, im Zusammenhang mit dem Wahlpflichtmodul „Energy medicine“, Lehrveranstaltungen und Dozenten auftauchten, die mit seriöser Wissenschaft nichts mehr zu tun haben oder niemals hatten. Die Reaktionen der wissenschaftlichen Gemeinde waren dann auch sehr eindeutig.</p>
<p>Dokumentiert ist die Farce u.a. auf Dr. Florian Freistetters Blog<strong><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/08/das-esoterikstudium-an-der-viadrina-in-frankfurt-oder.php"> Astrodicticum simplex</a></strong>.</p>
<p>Aufgeschreckt von mannigfaltigen Reaktion auch in der Presse, hat das Institut dann offenbar im Schnellgang eine <strong><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/09/esoterikstudium-an-der-viadrina-die-dgeim-schamt-sich.php">Flurbereinigung</a> </strong>betrieben, die in der Mitteilung gipfelte: <em></em></p>
<blockquote><p><strong><span style="color:#003366;">&#8220;Alle Termine des bereits angekündigten neuen Wahlpflichtmoduls Energy medicine sind gecancelt.&#8221;</span></strong></p></blockquote>
<p>Naiv wäre es aber, einfach anzunehmen, dass diese Lehrinhalte tatsächlich aus <strong>der Einsicht in deren Unhaltbarkeit</strong> heraus aus dem Lehrangebot (oder zumindest aus dem Curriculum) verschwunden sind.</p>
<p>So meldete sich dann auch erstaunlicherweise der <strong><a href="http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Claus_Fritzsche">Eso-Aktivist Claus Fritzsche </a></strong>bei Freistetter, um eine Erklärung zu Flurbereinigung zu liefern, was hier – unabhängig von dessen Erläuterungen – die durchaus berechtigte Frage aufwirft, was Fritzsche offiziell mit der Viadrina bzw. deren <strong><a href="http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=DGEIM">Kooperationspartner DGEIM</a> </strong>zu tun hat, mit welcher Legitimation Fritzsche hier als Sprachrohr in der Sache auftritt?</p>
<p>Weiterhin stellt sich auch die Frage, was davon zu halten ist, dass eine Universität den mit einer katastrophalen Reputation durchs Netz geisternde Fritzsche &#8211; ohnehin längst zum „Mann für´s Grobe“ der Alternativheilerszene avanciert &#8211; ohne Einspruch gewähren lässt, und der Institutsleiter dieser Universität sogar dessen Blog als Plattform für Diskussionen nutzt, die sich mit akademischen Standards nicht vereinbaren lassen?</p>
<p>All das erstaunt doch sehr, und ich kann mir kaum vorstellen, dass die von Walach gepflegte Form der Auseinandersetzung mit Kritik und Kritikern die Billigung der Universitätsleitung findet.</p>
<p>Aber es geht noch weiter: Seit gestern ist auf dem (höchstwahrscheinlich) von Fritzsche betriebenen Sockenpuppen-Blog <strong>&#8220;promed.watch</strong>&#8221; eine E-Mail zu finden, die angeblich von dem (höchstwahrscheinlich) ebenfalls zu Fritzsches Paranoia-Netzwerk zu zählenden Blog <strong>„Eselwatch“</strong> stammt.</p>
<p>In dieser E-Mail wendet sich der Wiener Mathematiker und Wirtschafts-  wissenschaftler <strong>Prof. Dr. Dr. Ulrich Berger </strong>kollegial und <strong>auf dienstlichem Weg</strong> an den <strong>Präsidenten der Viadrina Dr. Pleuger</strong>, und warnt, im Zusammenhang mit den oben angesprochen Veranstaltungen zur „Energy medicine“, sicher nicht gänzlich unberechtigt vor einer zu erwartenden Beschädigung des akademischen Rufs der Viadrina.</p>
<p>Im Text dieser E-Mail sind Links zu diversen Informationsquellen zu finden, u.a. auch zum Portal Esowatch, dessen Betreiber von Fritzsche zu seinen ganz persönlichen Feinden erklärt wurden, und die er mit aller Macht zu kriminalisieren versucht. In diesem Zusammenhang wird jeder zum „Mittäter“ erklärt, der Esowatch als Informationsquelle verwendet, so auch Ulrich Berger.</p>
<p>Aber unabhängig von dem aus rechtlicher Sicht mehr als fragwürdigem Vigilantismus, und genau so unabhängig von der Frage, ob der Viadrina die Aktivitäten Fritzsches umfänglich bekannt sind,  stellt sich die Frage, an deren Aufklärung der <strong>Präsident der Viadrina dringend interessiert sein sollte</strong>, nämlich wie ein <strong>persönlich an ihn gerichtetes Schreiben</strong> den Weg zu solch obskuren Internet-Sumpflöchern wie promed.watch oder Eselwatch gefunden hat?</p>
<p>Eine naheliegende Erklärung bietet sich<strong><a href="http://www.psychophysik.com/html/im-impressum.html"> hier</a></strong>; aber das ist „selbstverständlich“ nur eine Spekulation.</p>
<p>Wie gesagt, die Viadrina hat ein Problem.</p>
<br /> Tagged: <a href='http://excanwahn.wordpress.com/tag/alternativmedizin/'>Alternativmedizin</a>, <a href='http://excanwahn.wordpress.com/tag/claus-fritzsche/'>Claus Fritzsche</a>, <a href='http://excanwahn.wordpress.com/tag/homoopathie/'>Homöopathie</a>, <a href='http://excanwahn.wordpress.com/tag/komplementarmedizin/'>Komplementärmedizin</a>, <a href='http://excanwahn.wordpress.com/tag/quacksalber/'>Quacksalber</a>, <a href='http://excanwahn.wordpress.com/tag/viadrina/'>Viadrina</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/excanwahn.wordpress.com/2005/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/excanwahn.wordpress.com/2005/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=excanwahn.wordpress.com&#038;blog=10172051&#038;post=2005&#038;subd=excanwahn&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Heilpflanzen-Petition: 120.000 Ahnungslose, mal mindestens&#8230;</title>
		<link>http://excanwahn.wordpress.com/2010/11/13/heilpflanzen-petition-120-000-ahnungslose-mal-mindestens/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Nov 2010 12:54:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>excanwahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alternativmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Komplementärmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Quacksalber]]></category>
		<category><![CDATA[Verschwörungstheorien]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; sind gerade dabei, den Nachweis zu erbringen, dass die Demagogen der alternativheilerischen Szene ganze Arbeit geleistet haben. Derzeit reichen die Stichworte Pharma-Industrie – Verbot – Heilpflanzen aus, um der verschwörungsgläubigen Volksseele eine Kausalkette zu liefern und sie damit in &#8230; <a href="http://excanwahn.wordpress.com/2010/11/13/heilpflanzen-petition-120-000-ahnungslose-mal-mindestens/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=excanwahn.wordpress.com&#038;blog=10172051&#038;post=1982&#038;subd=excanwahn&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; sind gerade dabei, den<strong> <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=14032">Nachweis zu erbringen</a></strong>, dass die Demagogen der alternativheilerischen Szene ganze Arbeit geleistet haben.</p>
<p>Derzeit reichen die Stichworte <strong>Pharma-Industrie – Verbot – Heilpflanzen</strong> aus, um der verschwörungsgläubigen Volksseele eine Kausalkette zu liefern und sie damit in schwere Wallungen zu versetzen. Und dann wird protestiert, lamentiert und petitiert, was das Zeug hält; und vor allem, ohne im Grunde nur die geringste Ahnung davon zu haben, um was es eigentlich geht.</p>
<p>Nicht die sachliche Auseinandersetzung ist von Bedeutung, nein, es muss ein Zeichen gesetzt werden: Ein Lichtlein für das Heilkraut !</p>
<p>Vor allem aber eins gegen Aspirin.</p>
<p>Zwei Jahrzehnte Desinformation, Scheißhausparolen und Kampfrhetorik hinterlassen halt ihre Spuren im Denken. Wer daran zweifelt,  möge sich durch die <strong><a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?PHPSESSID=65786c9464fa0ea4b30e9b224c637306&amp;topic=5194.msg106631#msg106631">Kommentare der Petition</a></strong> quälen.</p>
<p><span id="more-1982"></span></p>
<p>Nun haben sich schon eine erhebliche Zahl des Lesens Mächtige zu der sowohl aus rechtlichen wie aus sachlichen Gründen völlig überflüssigen Petition geäußert und umfänglich deren Hirnrissigkeit dargestellt, beispielsweise<strong><a href="http://esowatch.com/ge/index.php?title=Verkaufsverbot_f%C3%BCr_Heilpflanzen"> hier</a></strong>, <strong><a href="http://www.wissenslogs.de/wblogs/blog/detritus/alternativmedizin/2010-11-09/das-eu-heilpflanzenverbot-das-es-gar-nicht-gibt">hier</a></strong>, <strong><a href="http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2010/11/kamillenteeverbot-und-tomatenboykott-das-bose-heilpflanzenverbot-der-eu.php">hier</a></strong>, <strong><a href="http://blog.esowatch.com/?p=2517">hier</a></strong> oder<strong><a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,728471,00.html"> hier</a></strong> .</p>
<p>Und mittlerweile scheint selbst hartleibigen Alternativ-Propheten nicht nur klar zu werden, welch tieferer Sinn sich in Goethes Zauberlehrling verbirgt, sondern welchen Bärendienst die Inititatoren, Verbreiter und  Unterzeicher,  „der Sache“ aller Wahrscheinlichkeit nach erwiesen haben.</p>
<p>Wird doch nicht nur jedem populistischen Politiker, der momentan ins Horn der Alternativheiler trötet, in aller Deutlichkeit klar, wie viel erschreckende Ahnungslosigkeit sich hinter der vom deutschen Wahlvolk zur Schau gestellten Affinität zur Komplementärmedizin höchstwahrscheinlich verbirgt.</p>
<p>Aufgeschreckt vom Petitions-Dummfug äußerte sich der Verband deutscher Heilpraktiker dann auch  folgendermaßen:</p>
<blockquote><p><strong><span style="color:#000080;">In Zeiten des Internets als schnelles Medium, welches zu dem keine Kopier- und Portokosten verursacht, hat es sich leider eingebürgert, alles Mögliche an hunderte oder tausende von Menschen weiter zu leiten, oftmals ohne es zu prüfen.</span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#000080;">Dies konnten wir als Berufsverband in den letzten Monaten immer wieder beobachten und auch leidvoll miterleben: Ob beim Thema Lebensmittelgesetzbuch, Traditionelle Heilpflanzen oder eine neu umlaufende Petition an den Deutschen Bundestag zur Abwendung eines möglichen Verbots von Heilpflanzen.</span></strong></p>
<p><span style="color:#800000;"><strong>Alles wird reflexartig weiterverbreitet und damit zu einem Selbstläufer, der nur aufgrund seiner hohen Verbreitung plötzlich an Bedeutung gewinnt.</strong></span></p>
<p><strong><span style="color:#000080;">Zu dieser Petition und einem Verbot von Heilpflanzen möchten wir nochmals klar stellen:</span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#000080;">Die EU- Richtlinie zu traditionellen Arzneimitteln ist viele Jahre alt (2004) und sie ist in Deutschland bereits seit Jahren im Arzneimittelgesetz umgesetzt. Ihre europaweite Ratifizierung 2011 wird also bei uns nichts ändern.</span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#000080;"> Damit ist eine Petition an den Bundestag, er möge hier zugunsten der traditionellen Heilpflanzen tätig werden, haltlos.</span></strong></p></blockquote>
<p>Und selbst einer der schlimmsten Demagogen im Internet, der „Chefredakteur“ des DZVhÄ-Blogs Claus Fritzsche, der bei seinen zahlreichen Internetaktivitäten nicht die kleinste Gelegenheit auslässt, gegen die Wissenschaftsmedizin zu agitieren, sah sich nun veranlasst, über seinen Bruder im Geiste, Carl Classen, die Behauptungen der Petentin zu relativieren.</p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<p><strong>Das &#8220;eigentliche&#8221; Problem</strong></p>
<p>Es ist kaum zu übersehen, dass den Protagonisten der Heilkunde ohne Wirksamkeitsnachweis der „Arsch auf Grundeis“ geht.</p>
<p>Wenn nämlich das Internet, das heißgeliebte Verbreitungsmedium für jeden Blödsinn, die dringend benötigte Grundlage für das wohlfeile Geschäft mit dem Irrationalen, sich derart offensichtlich als Verkündigungsplattform für Abseitiges präsentiert, dann geht das auch ganz furchtbar zu Lasten der eigenen Glaubwürdigkeit, schon allein deswegen, weil sich damit mal wieder die  kritischen Anmerkungen von Portalen wie <strong>Esowatch</strong>, der <strong>GWUP</strong><strong>, ScienceBlogs</strong> oder <strong>Kidmed </strong>bestätigen.</p>
<p>Die nämlich verweisen immer wieder &#8211; und besonders im Zusammenhang mit der sogenannten <strong>Komplementärmedizin</strong> &#8211;  auf  solche  Eigenläufer mit fragwürdigem Inhalt, die im Netz vagabundieren, und, wie es der Heilpraktikerverband so schön formuliert, nur durch ihre „hohe Verbreitung plötzlich an Bedeutung gewinnen“.</p>
<p>Für eine Branche, die jenseits des Internets verzweifelt um ihre Glaubwürdigkeit kämpft, ist die Heilpflanzen-Petition ein Super-Gau.</p>
<p>Für den Rest der Welt dagegen eine Offenbarung.</p>
<br /> Tagged: <a href='http://excanwahn.wordpress.com/tag/alternativmedizin/'>Alternativmedizin</a>, <a href='http://excanwahn.wordpress.com/tag/komplementarmedizin/'>Komplementärmedizin</a>, <a href='http://excanwahn.wordpress.com/tag/quacksalber/'>Quacksalber</a>, <a href='http://excanwahn.wordpress.com/tag/verschworungstheorien/'>Verschwörungstheorien</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/excanwahn.wordpress.com/1982/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/excanwahn.wordpress.com/1982/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=excanwahn.wordpress.com&#038;blog=10172051&#038;post=1982&#038;subd=excanwahn&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Diakonieverein Zehlendorf: Nicht mit uns, Tolzin !</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Nov 2010 21:30:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>excanwahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Impfen]]></category>
		<category><![CDATA[Impfgegner]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Quacksalber]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist eine bekannte Strategie der Anhänger obskurer Weltanschauungen, ihre Rednerkistchen möglichst an Orten aufzustellen, die ihnen &#8211; meist unfreiwillig – so etwas wie Reputation verleihen. Da wird an einer Universität, ´ner Volkshochschule oder eben, wie hier in Berlin, im &#8230; <a href="http://excanwahn.wordpress.com/2010/11/11/diakonieverein-zehlendorf-nicht-mit-uns/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=excanwahn.wordpress.com&#038;blog=10172051&#038;post=1972&#038;subd=excanwahn&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist eine bekannte Strategie der Anhänger obskurer Weltanschauungen, ihre Rednerkistchen möglichst an Orten aufzustellen, die ihnen &#8211; meist unfreiwillig – so etwas wie Reputation verleihen.</p>
<p>Da wird an einer Universität, ´ner Volkshochschule oder eben, wie hier in Berlin, im Bildungszentrum einer Diakonie ein Räumchen angemietet, und auf dem Veranstaltungsflyer sieht das hinterher so aus, als sei die jeweilige Institution mal wenigstens Mitveranstalter.</p>
<p><strong><a href="http://www.esowatch.com/ge/index.php?title=Hans_Tolzin">Hans Tolzin</a></strong>, einer der ganz großen Desinformatoren der alternativen Szene, Impfkritiker, Hamer-Anhänger, selbsternannter Journalist, medizinischer Laie und, bevor ich es vergesse, Molkereifachmann, der mit absurden Vorträgen über die ganz besonderen Gefahren des Impfens<strong> am liebsten junge Eltern verunsichert</strong>, hatte allerdings jetzt Pech mit dieser Strategie.</p>
<p>Nachdem die Leiterin des Tagungshauses des Diakonievereins Zehlendorf, in Unkenntnis der Person und des Werks Hans Tolzins, für dessen Veranstaltung „<strong><a href="http://www.impf-report.de/upload/pdf/Veranstaltungen/Berlin-2011-01-29.pdf">Elternseminar Impfentscheidung</a></strong>“ reserviert hatte, fühlten sich offenbar nicht gerade wenige Berliner veranlasst, die Wissenslücke der Zehlendorfer Diakonissen nachhaltig zu beseitigen.</p>
<p>Und nachdem das erledigt war, hat der <strong>Evangelische Diakonieverein Berlin Zehlendorf</strong> das einzig angemessene getan, nämlich ohne lange zu fackeln des Molkereifachmanns  Rednerkistchen wieder vor die Tür gestellt.</p>
<p>Dafür sei den Diakonissen ausdrücklich Dank gesagt, vor allem deswegen, weil sie höchstwahrscheinlich das eine oder andere Kind vor schwerer Krankheit bewahrt, möglicherweise auch dessen Leben gerettet haben.</p>
<p>Und das ist nicht nur in den dunklen Novembertagen ein echter Lichtblick.</p>
<br /> Tagged: <a href='http://excanwahn.wordpress.com/tag/impfen/'>Impfen</a>, <a href='http://excanwahn.wordpress.com/tag/impfgegner/'>Impfgegner</a>, <a href='http://excanwahn.wordpress.com/tag/kinder/'>Kinder</a>, <a href='http://excanwahn.wordpress.com/tag/quacksalber/'>Quacksalber</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/excanwahn.wordpress.com/1972/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/excanwahn.wordpress.com/1972/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=excanwahn.wordpress.com&#038;blog=10172051&#038;post=1972&#038;subd=excanwahn&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		</media:content>
	</item>
		<item>
		<title>brief comment No.20: Viadrina ! Übernehmen !</title>
		<link>http://excanwahn.wordpress.com/2010/11/10/brief-comment-no-20-viadrina-ubernehmen/</link>
		<comments>http://excanwahn.wordpress.com/2010/11/10/brief-comment-no-20-viadrina-ubernehmen/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 10 Nov 2010 12:08:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>excanwahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Anthroposophie]]></category>
		<category><![CDATA[Demeter]]></category>
		<category><![CDATA[Quacksalber]]></category>
		<category><![CDATA[Rund ums Tier]]></category>
		<category><![CDATA[Tiermedizin]]></category>

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		<description><![CDATA[Link (&#8230;) Danach stellten wir gemeinsam das sog. Hornmistpräparat her. Für das Hornmistpräparat wird Kuhmist in ein Kuhhorn einer weiblichen Kuh, die schon einmal gekalbt hat, eingefüllt. Nach ein paar Stunden hatten wir dann also mehrere hundert Hörner mit Mist &#8230; <a href="http://excanwahn.wordpress.com/2010/11/10/brief-comment-no-20-viadrina-ubernehmen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=excanwahn.wordpress.com&#038;blog=10172051&#038;post=1958&#038;subd=excanwahn&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://www.agrarheute.com/professur_abschaffung">Link</a></strong></p>
<blockquote><p><span style="color:#000080;"><strong>(&#8230;) Danach stellten wir gemeinsam das sog. Hornmistpräparat her. Für das  Hornmistpräparat wird Kuhmist in ein Kuhhorn einer weiblichen Kuh, die  schon einmal gekalbt hat, eingefüllt.</strong></span></p>
<p><span style="color:#000080;"><strong>Nach ein paar Stunden hatten wir dann also mehrere hundert Hörner mit  Mist gefüllt und in der Erde vergraben und außerdem auch noch das  Eichenrindenpräparat vorbereitet. Im Frühjahr werden wir dann das  fertige Hornmistpräparat gewinnen. Das riecht dann übrigens gar nicht  mehr nach Mist, sieht ein bischen aus wie gute Erde und hat eine schöne  schwarz-braune Farbe. Das Hornmistpräparat wird bei Bedarf nach einem  bestimmten Verfahren in  Wasser verrührt und damit auf das Feld  ausgesprüht. Es wird eingesetzt, um im Wurzelbereich der Pflanze zu  wirken und das Bodenleben zu verbessern.</strong></span></p>
<p><span style="color:#800000;"><strong>Auf den ersten Blick erscheint dieses Thema sicherlich vielen kurios. </strong></span></p>
<p><span style="color:#000080;"><strong>So  gibt es zum Beispiel das Schafgarbenpräparat, bei dem aufgeblühte  Schafgarbenblüten im Frühjahr in eine getrocknete Hirschblase gefüllt  und spätestens ab Johanni (24. Juni) in der Sonne aufgehängt werden, um  sie dann im Herbst im Boden zu vergraben und zum nächsten Frühjahr  wieder auszugraben und zu verwenden. </strong></span></p>
<p><span style="color:#800000;"><strong>Auch wenn einige vielleicht jetzt  zweifeln oder stutzen, hat sich der Einsatz der Präparate seit  mittlerweile über 70 Jahren etabliert und basiert auf einer umfassenden  Theorie, die auf Rudolf Steiner zurückgeht.</strong></span></p>
<p><span style="color:#000000;"> ( Bericht vom </span><span style="color:#000000;"><strong>Demeter Präparate Treffen</strong> im Herbst 2007          auf dem Biohof Bursch)</span><strong><br />
</strong></p></blockquote>
<p><span style="color:#000000;">Hey Viadrina-Chefs, passen diese Kuhhornverbuddler und Hirschblasenbefüller nicht hervorragend in´s Portfolio ? </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Jetzt, wo´s der Witzenhausener Anthro-Bildungsstätte  an den Kragen geht, ist das diiiiie Chance, den Leerstuhl für Kulturwissenschaften mit einer weiteren Stiftungsprofessur noch wesentlich attraktiver zu machen:</span></p>
<p><span style="color:#000000;"> <strong>&#8220;Institut für parallelweltliche Agrarwissenschaften&#8221; </strong></span></p>
<p><span style="color:#000000;">Das wäre es doch, oder ? </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Nachdem ihr schon Mediziner zu Mastern macht, ohne über einen Lehrstuhl für Medizin zu verfügen, ist es wohl auch kein Problem, ein paar anthroposophische Bauern zu betüdeln, ohne über einen Lehrstuhl für Agrarwissenschaften zu verfügen. Außerdem, Brachlandschaften gibt´s in Brandenburg doch genug. </span></p>
<p><span style="color:#000000;">Ich mein´, das ist ´ne gute Idee:  Die Uni Kassel wäre endlich ihre <del>Peinlichkeit</del> Lachnummer los, und zumindest die Fakultät für Kulturwissenschaften ist doch sowieso jenseits von Gut und Böse.<br />
</span></p>
<p><span style="color:#000000;">Also Präsident Pleuger, ran an die Marie, Weichequanten-Harald wird´s schon richten. </span><strong><span style="color:#000080;"><br />
</span></strong></p>
<br /> Tagged: <a href='http://excanwahn.wordpress.com/tag/anthroposophie/'>Anthroposophie</a>, <a href='http://excanwahn.wordpress.com/tag/demeter/'>Demeter</a>, <a href='http://excanwahn.wordpress.com/tag/quacksalber/'>Quacksalber</a>, <a href='http://excanwahn.wordpress.com/tag/rund-ums-tier/'>Rund ums Tier</a>, <a href='http://excanwahn.wordpress.com/tag/tiermedizin/'>Tiermedizin</a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/excanwahn.wordpress.com/1958/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/excanwahn.wordpress.com/1958/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=excanwahn.wordpress.com&#038;blog=10172051&#038;post=1958&#038;subd=excanwahn&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Sweet Smileys oder Berliner Bocksgesänge</title>
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		<comments>http://excanwahn.wordpress.com/2010/11/04/sweet-smileys-oder-berliner-bocksgesange/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Nov 2010 23:29:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>excanwahn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Lebensmittelüberwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Smiley]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucherschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[Hauptthema der griechischen Tragödie (tragodia – Bocksgesang) ist die Darstellung durchweg aussichtsloser Situationen; egal was man macht, es ist „eh für´n Arsch“. So, oder so ähnlich, muss man realistischer Weise die Initiierung des Smiley-Systems in der Berliner Lebensmittelüberwachung sehen. bb &#8230; <a href="http://excanwahn.wordpress.com/2010/11/04/sweet-smileys-oder-berliner-bocksgesange/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=excanwahn.wordpress.com&#038;blog=10172051&#038;post=1910&#038;subd=excanwahn&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Hauptthema der griechischen Tragödie (tragodia – Bocksgesang) ist die Darstellung durchweg aussichtsloser Situationen; egal was man macht, es ist „eh für´n Arsch“.</p>
<p>So, oder so ähnlich, muss man realistischer Weise die Initiierung des <strong>Smiley-Systems</strong> in der Berliner Lebensmittelüberwachung sehen.</p>
<p><span style="color:#ffffff;">bb</span></p>
<h3>Smiley-System ?</h3>
<p>Seit kurzem ist es spruchreif: Berlin bekommt  für Frittenschmieden, Dönerbuden und Hummerbratereien den <strong>Smiley</strong>, der je  nach <strong>vorgefundenem Ausmaß an Küchenferkeleien</strong> zum <strong>Angry </strong>werden soll.</p>
<p><span id="more-1910"></span></p>
<p>Vorgemacht haben es die Dänen, die das ordnungsgemäße, sprich hygienische Verhalten ihrer lebensmittelverarbeitenden Betriebe, schon seit geraumer Zeit mit einem schnell ersichtlichen Bewertungssystem aus vier Smileys mit unterschiedlichem Gesichtsausdruck, für den Verbraucher transparent machen. Üblicherweise werden die Betriebe mehrfach im Jahr be- und untersucht, so dass positive sowie negative Veränderungen nachvollzogen werden können.</p>
<p>Dänemark verfügt über rund 45.000 Betriebe, die von 350 Lebensmittel-  kontrolleuren überwacht werden. Durchschnittlich 130 Betriebe je Kontrolleur ermöglichen eine durchgehende Überwachung und, bei erkannten Mängeln, auch kurzfristige Nachkontrollen.</p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<h3>Wie sieht´s nun in Berlin aus ?</h3>
<p>In der Hauptstadt werden nach meiner Schätzung mehr als 10.000 Betriebe unter die Smiley-Regelung fallen. Nach der derzeitigen Lesart sind das alle Betriebe, die Lebensmittel zur direkten Abgabe an den Endverbraucher herstellen, d.h.: Gaststätten, Imbiss-Stände und Schankwirtschaften usw. .</p>
<p>Für die damit verbundenen Kontrollen stehen in den Berliner Bezirken rund  70 Lebensmittelkontrolleure zur Verfügung, die allerdings noch mit einer erheblichen Zahl weiterer Aufgaben betraut sind.</p>
<p>Dazu zählt nicht nur die Überwachung der Unternehmen, die nicht in zu den Smiley-Betrieben gehören, beispielsweise Großküchen, Betriebskantinen oder, als großer Posten, der Lebensmittel-Einzelhandel, sondern auch Kontrollen im Rahmen des bundesweiten Schnellwarnsystems, Beratung bei Neuerrichtung oder Umbau, Bearbeitung aktueller Verbraucherbeschwerden, planmäßige Probenahmen etc &#8230;</p>
<p>Nun erfordern Betriebsbewertungen im Rahmen des Smiley-Systems immer eine umfangreiche, in die  Tiefe gehende Kontrolle, schon allein, um dem Gleichbehandlungsgrundsatz gerecht zu werden. Das heißt, mit der Einführung des Bewertungssystems kommt es zu einem enormen Aufgabenzuwachs für die Mitarbeiter der Lebensmittelüberwachung.</p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<h3>Berliner &#8220;Erfolgrezept&#8221; : Job Enlargement und Personalabbau</h3>
<p>Nach Darstellung des <strong>Lebensmittelsicherheitsberichts der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz</strong> wurde in Berlin im Jahr 2008 eine <strong>Kontrolldichte von etwa 60% </strong>erreicht, was denn Schluss nahelegt, dass  etwa <strong>40 % der Betriebe</strong>, die auch hätten kontrolliert werden sollen, <strong>nicht besucht wurden <span style="color:#800000;">(1)</span></strong>. Wie die hohe Besuchsfrequenz im Rahmen des geplanten <strong>Smiley-Systems</strong> zusätzlich bewältigt werden soll, ist wohl nicht nur mir ein Rätsel, wenn sich die personelle Situation in der Verwaltung nicht schlagartig ändert.</p>
<p>Denn es ist seit Jahren ein ziemlich offenes Geheimnis, dass die Verwaltungen der Berliner Bezirke &#8211; und damit auch die Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter &#8211; aufgrund der prekären Berliner Haushaltslage systematisch kaputtgespart werden. Einige Ämter sind personell derart ausgeblutet, dass der häufig überalterte Mitarbeiterstamm, in Verbindung mit zwangsläufig hohem Krankenstand, kaum noch in der Lage ist, die Funktion der Behörde zu gewährleisten.</p>
<p>Dass Berlin arm ist, wird den Mitarbeitern in den Amtsstuben jeden Tag um die Ohren gehauen, ob die das allerdings „sexy“ finden, darf bezweifelt werden.</p>
<p>Nun korreliert der Hang der Berliner Stadtoberen zur großen Geste bekanntlich mit Unfähigkeit der politischen Führung, die unzähligen (vor allem sozialen) Probleme der Hauptstadt in den Griff zu bekommen. Aushalten müssen das Getaumel zwischen Ohnmacht und Größenwahn letztendlich die Bürger. Und ob denen mit dem solchen publikumswirksam inszenierten Aktionen wie dem „Smiley“ tatsächlich geholfen ist, kann man bezweifeln.</p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<h3>Kontrollen sind nötig…</h3>
<p>An  dieser Stelle sei aber ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Verfasser sich keineswegs gegen eine konsequente Überwachung des Gastgewerbes, überhaupt des gesamten lebensmittelverarbeitenden Gewerbes ausspricht. Ganz im Gegenteil.</p>
<p>Als in den 1990er Jahren die Idee des eigenverantwortlichen gestalteten Hygienemanagements in die Praxis umgesetzt wurde, entstanden nicht nur beim mir erhebliche Bedenken hinsichtlich der damit verbundenen Reduzierung der betrieblichen Kontrollen.</p>
<p>Eine Branche sich quasi selbst zu überlassen, die traditionell über einen erheblichen Anteil schlecht- oder fremdqualifizierter Arbeitnehmer und Selbstständige verfügt, zeugt von enormer Naivität. Und letztlich ist das <strong>Smiley-System</strong> im Grunde die Bankrotterklärung der blauäugigen neoliberalen Vorstellung, ein höherer unternehmerischer Freiheitsgrad und der Appell an berufliche Ethik könne einen nachhaltigen Verbraucherschutz gewährleisten&#8230;</p>
<p>Die Realität – ausgedrückt in den Untersuchungsergebnissen der Berliner  Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter – zeigt unmissverständlich, dass durchschnittlich etwa <strong>25 % der kontrollierten Betriebe Gründe zur Beanstandung liefern</strong>. Der Großteil davon bezieht sich auf Verstöße gegen die <strong>Dokumentationspflichten</strong> des  EU-Hygienepakets, vor allem aber auf <strong>Mängel in der Basishygiene</strong>.</p>
<p>Gerade aber die Verstöße gegen die im Grunde recht einfach zu realisierende Basishygiene, sind das fundamentale, von der Öffentlichkeit wahrgenomme  Problem der Branche.</p>
<p>Eine fehlerhafte Risikobewertung beispielsweise &#8211; die möglicherweise viel gravierendere Folgen haben kann &#8211; lässt sich, im Gegensatz zu einem verdreckten Kühlhaus, kaum medial mit Würgegarantie  aufbereiten.</p>
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<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<h3>&#8230; aber sie sind keine Strategie zur Problembeseitigung !</h3>
<p>Die Erfahrung zeigt: Noch so viele Kontrollen (oder ein belohnendes bzw. sanktionierendes Bewertungssystem wie der Smiley)  sind nicht in der Lage, die zentrale Ursache des Hygieneproblems der Branche zu beseitigen.</p>
<p>Und diese zentrale Ursache ist die <strong>mangelhafte Fachkompetenz einer großen Zahl der Beschäftigten</strong> in der Lebensmittelbranche, speziell in der Gastronomie.</p>
<p>Der <strong>geringe Qualifizierungsgrad </strong>in der Branche und der damit einhergehende <strong>Mangel an Problembewusstsein</strong> – neben zweifellos vorhandenen ökonomischen “Motiven” -  sind die wesentlichen Gründe für lausige hygienische Zustände in den Unternehmen.</p>
<p>Wenn man in diesem Zusammenhang ein weiteres, der Verfasser ist geneigt zu sagen, ein <strong>typisches Berliner Phänomen</strong> betrachtet, wird der blinde Aktionismus des Smiley-Systems bzw. die dahinterstehende Ignoranz der eigentlichen Ursache noch deutlicher.</p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<h3>Hausgemachte Probleme und vertane Chancen</h3>
<p>Der Personalnachwuchs in den gastgewerblichen Einrichtungen rekrutiert sich (wenn er denn überhaupt ausgebildet ist) aus zwei Quellen: Zum einem aus der privatwirtschaftlichen Ausbildungen der Köche, zum anderen aber aus geförderten Ausbildungsmaßnahmen, die besonders <strong>Hauswirtschafter(innen)</strong> „produziert“.</p>
<p>Die <strong>Ausbildung zum/zur Hauswirtschafter(in)</strong> hat sich in Berlin-Brandenburg &#8211; wie auch in anderen Bundesländern &#8211; zum einem bevorzugten Berufsbild im öffentlich alimentierten Ausbildungsmarkt entwickelt. Praktisch jeder Bildungsträger (und im Regelfall völlig unabhängig von einer Vermittlungskompetenz)  hat diese Ausbildung im Angebot, privatwirtschaftliche Ausbildungsverhältnisse existieren hier in Berlin so gut wie überhaupt nicht.</p>
<p>Die Zielgruppe dieser Ausbildungsmaßnahmen sind in der Regel Jugendliche und junge Erwachsene,  die dem ersten Ausbildungsmarkt nicht zur Verfügung stehen, viele der Auszubildenden verfügen über mangelnde Sprach- und Sozialkompetenzen. Der überwiegende Teil hat einen erheblichen Förderungsbedarf in den schulischen Basisfächern. Qualifizierte Schulabschlüsse sind die Ausnahme.</p>
<p>Es dürfte nachvollziehbar sein, dass Ausbildungen, die einen professionellen Standard gewährleisten, unter solchen Verhältnissen ohnehin sehr schwierig zu realisieren sind.</p>
<p>Aber die Berliner Verwaltung wäre nicht die Berliner Verwaltung, wenn sie nicht noch einen Knüppel finden würde, den man den Ausbildungsträgern zwischen die Füße werfen könnte.</p>
<p>Und so existiert unter den Trägern dieser Bildungsmaßnahmen, Dank dem segensreichen Wirken des ehemaligen Berliner Finanzsenators Thilo Sarrazin, ein fast schon ruinöser Wettbewerb, der u.a. zu überlasteten und oft massiv unterbezahlten Ausbildern sowie zu mangelhaft ausgerüsteten Ausbildungseinrichtungen geführt hat.</p>
<p>Der Verfasser selbst hatte die zweifelhafte Freude, mehrfach Blicke in Küchen solcher Ausbildungsbetriebe werfen zu dürfen. Was dort an <strong>Basishygiene nicht realisiert wird</strong> bzw. was dort an <strong>Unsitten den Auszubildenden antrainiert wird</strong>, spottet mitunter jeder Beschreibung, und würde bei einem Gastronomiebetrieb zu seitenlangen Mängelberichten und entsprechenden Anordnungen seitens der Behörden führen.</p>
<p>Ausgerechnet hier also, in einem Bereich, der sich dazu eignet, unabhängig von ökonomischen Zwängen konsequentes Hygieneverhalten dem beruflichen Nachwuchs zu vermitteln, und damit dem Problem der Küchenferkeleien an der Basis zu begegnen, nutzt der Berliner Senat seine Möglichkeiten der Einflussnahme, in fast schon sträflich zu nennender Ignoranz, nicht aus.</p>
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<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<h3>Was bleibt: Hängt die Fahne höher!</h3>
<p>Verantwortungsvolles, ethisches Handeln setzt Fachkompetenz voraus. Die Qualität einer Branche ist eine Funktion der fachlichen Qualität des dort tätigen Personals.</p>
<p>Die Einsicht in diesen kausalen Zusammenhang und die daraus resultierende Forderung, die Fahne möglichst früh, möglichst hoch zu hängen, führt direkt dazu, dem <strong>weitestgehend voraussetzungslosen Zugang zur abhängigen oder selbständigen Tätigkeit im Gastgewerbe eine Absage zu erteilen</strong>. Nur das  ist meines Erachtens der einzig sinnvolle Weg, den Ferkeleien in Küche und Kühlhaus auf Dauer den Garaus zu bereiten.</p>
<p>Denn eines zeigen die  erschreckend hohen Zahlen zur Fluktuation  im  Gastgewerbe in aller Deutlichkeit: Hinter jedem, der seinen Betrieb mangels ökonomischer und fachlicher Kompetenz schließen muss, steht ein weiterer Dilettant, der die Welt mit Currywurst, Bulette, Döner, Pizza und Gyros verwöhnen möchte.</p>
<p>Der Nestor der Schweizer Lebensmittelhygieniker E. Hess (Universität Zürich) schrieb vor langen Jahren: “Nachdem die Mikroorganismen die Hygienequalität schlechthin bestimmen, sollte zumindest das Kader des Lebensmittelgewerbes konkrete Vorstellungen von ihren wesentlichen Eigenschaften haben.” (1979, Swiss food).  Dafür aber reicht der legendäre <strong>&#8220;Frikadellenschein&#8221; </strong>und eine möglichst noch per Video stattfindende <strong>&#8220;Belehrung nach §43 Infektionschutzgesetz (IfSG)</strong>&#8221; einfach nicht aus.</p>
<p>Wer also wirklichen Verbraucherschutz im Gastgewerbe umsetzen will, muss in erster Linie  sicherstellen, dass in Risikobereichen (adäquat bezahlte) Fachkräfte tätig sind, denen die negativen Auswirkungen unsachgemäßen Umgangs mit Lebensmitteln in jeder Beziehung bewusst sind, und die, was genau so wichtig ist, über die Handlungsfreiheit verfügen, ihr Fachwissen innerhalb eines tragfähigen Hygienemanagements umzusetzen.</p>
<p>Wenn irgendwann der böse Spruch, nachdem derjenige Wirt wird, der sonst nichts wird, aufgrund restriktiver Zugangsvoraussetzungen seine Daseinsberechtigung verloren hat, erübrigt sich mit ziemlicher Sicherheit auch die zweifelhafte Honorierung gesetzeskonformen, und damit eigentlich selbstverständlichen Verhaltens.</p>
<p>Aber von solchen Einsichten ist (nicht nur) Berlin Lichtjahre entfernt.</p>
<p>Lieber verteilt man Aufkleber.</p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<p><strong>Endnote(n)</strong></p>
<p><strong><span style="color:#800000;">(1) </span></strong><span style="color:#000000;">W</span>as an dieser Stelle besonders erstaunt, ist die statistische Auswertung des <strong>Bezirks Pankow</strong>, dessen oberste Lebensmittelaufseher  den Smiley zu ihrem ganz persönlichen Anliegen gemacht haben.</p>
<p>Glaubt man den Statistiken, die in im Rahmen der <strong>Kleinen Anfrage der CDU-Abgeordneten Cornelia Seibeld vom 27. Januar 2010 </strong>veröffentlicht wurden, so wird in Pankow &#8211; dem Berliner Bezirk mit der größten Zahl von Lebensmittelkontrolleuren &#8211; gerade mal eine Kontrolldichte von <strong>44%</strong> der Betriebe bei einer Besuchsfrequenz von <strong>2, 75 Besuchen</strong> /Jahr erreicht, was deutlich unter der Besuchsfrequenz des Dänischen Vorbilds liegt.</p>
<p>Ob hier die persönliche Eitelkeit der Verantwortlichen im Bezirksamt zu einer gewissen Gleichgültigkeit gegenüber realistischen Zahlen geführt haben, ist ernsthaft zu diskutieren.</p>
<p>Interessant sind in dieser Statistik auch die Zahlen des <strong>Bezirksamts Steglitz-Zehlendorf</strong>: Dort findet man bei <strong>72%</strong> untersuchten Betrieben genau <strong>0 %</strong> Beanstandungen.</p>
<p>Das spricht entweder für die Zehlendorfer Gastronomen oder gegen die Lebensmittelkontrolle.</p>
<p>Suchen Sie, geschätzter Leser, sich das passende aus.</p>
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	</item>
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		<title>Preis für Homöopathen  (Ooops! They did it again&#8230;)</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Oct 2010 06:42:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>excanwahn</dc:creator>
				<category><![CDATA["Alternativ - Medizin"]]></category>
		<category><![CDATA[Alternativmedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Durch den Wind...]]></category>
		<category><![CDATA[Homöopathie]]></category>
		<category><![CDATA[Quacksalber]]></category>
		<category><![CDATA[Tiermedizin]]></category>
		<category><![CDATA[Veterinärmedizin]]></category>

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		<description><![CDATA[&#160; Die Gesellschaft für ganzheitliche Tiermedizin (GGTM) hat einen Preis verliehen.  Für den Nachweis, dass Homöopathie auch nach wissenschaftlichen Kriterien funktioniert. So etwas machen Homöopathen öfters: Als &#8211; nur mal als Beispiel &#8211; das Leipziger Trio Dilettantis Süß, Nieber &#38;  &#8230; <a href="http://excanwahn.wordpress.com/2010/10/11/preis-fur-homoopathen-ooops-they-did-it-again/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a><img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=excanwahn.wordpress.com&#038;blog=10172051&#038;post=1847&#038;subd=excanwahn&#038;ref=&#038;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Die <strong><a href="http://www.ggtm.de/tiermediziner/die-ggtm/forschungspreis-2010/">Gesellschaft für ganzheitliche Tiermedizin</a> </strong>(GGTM) hat einen Preis verliehen.  Für den Nachweis, dass Homöopathie auch nach wissenschaftlichen Kriterien funktioniert.</p>
<p>So etwas machen Homöopathen öfters: Als &#8211; nur mal als Beispiel &#8211; das Leipziger Trio Dilettantis Süß, Nieber &amp;  Schmidt, ihren Belladonna-Murks ablieferten, wurde ihnen dafür der <strong>Hans-Heinrich-Reckeweg-Preis</strong> aus dem Hause <strong>Heel</strong> verliehen.  Allerdings war das Ganze nur solange eine tatsächliche Ehrung, bis die Herren <strong><a href="http://www.xy44.de/belladonna/chrono/kommentar.pdf">Wielandt, Bruhn und Keck </a></strong>- altgediente Hochschullehrer &#8211; den Murks als solchen identifizierten, und die alternativromantisch verklebten Augen der Öffentlichkeit für die mannigfaltigen Fehlleistungen der Leipziger Pharmazeuten öffneten.  Heute sind in der Liste der Reckeweg-Preisträger die  Namen der Belladonna-Artisten nicht mehr zu finden, was sich in jeder Beziehung als  <a href="http://excanwahn.wordpress.com/2009/11/09/carstens-stiftung-kritik-an-leipziger-homoopathen-war-berechtigt/"><strong>berechtigt </strong></a> herausgestellt hat.</p>
<p><span id="more-1847"></span></p>
<p>Nun ist es nicht von der Hand zu weisen, dass Wunschdenken und ideologische Fixierung die Fähigkeit zur kritischen Distanz genauso erheblich beeinträchtigen, wie mangelnde Kenntnis der Materie. Manchmal ist es auch einfach das Fehlen wirklich bedeutsamer Ereignisse, wenn bei einer Preisverleihung der Eindruck entsteht, es gehe vorrangig darum, überhaupt den Preis zu verleihen; ganz egal, wofür.</p>
<p>Denn wie sagte (möglicherweise) Karl Kraus so treffend: Wenn die Sonne tief steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten&#8230;</p>
<p>Was davon nun für die Ehrung von Frau Dr. Werner verantwortlich war, überlasse ich gerne der Einschätzung meiner Leser. Jedenfalls war es im April diesen Jahres mal wieder soweit:  Die GGMT, diese veterinärmedizinische Lobbytruppe für komplementäres Herumgepfusche an Viechern, hat Frau Dr. Christina Werner (Akademische Rätin an der Uni Kassel, Fachbereich 11 Ökologische Agrarwissenschaften) für deren<strong> <a href="http://www.vmf.uni-leipzig.de/ik/wgeburtshilfe/Promotionen/PDFPromotionen/christinaWerner.pdf">Dissertation</a></strong> aus dem Jahre 2006 den Forschungspreis 2010 mit nachfolgender Begründung verliehen:</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote><p><strong><span style="color:#000080;">Dr. Christina Werner, Universität Kassel, erhielt den Preis für ihre Klinische Kontrollstudie zum Vergleich des homöopathischen und chemotherapeutischen Behandlungsverfahrens bei der akuten katarrhalischen Mastitis des Rindes. In der randomisierten Studie wertete sie 147 akute katarrhalische Mastitiden von vier Milchviehbetrieben aus, bei denen die Kühe chemotherapeutisch, homöopathisch oder mit einem Placebo behandelt wurden. Bei allen Mastitiden unabhängig eines bakteriologischen Erregernachweises, gab es nach vier und acht Wochen keinen Unterschied in der Heilungsrate der chemotherapeutisch oder homöopathisch behandelten Tiere – dabei war bei beiden Versuchsansätzen die Rate nach acht Wochen signifikant besser, als nach Verabreichung eines Placebos. <span style="color:#800000;">Frau Werner belegt mit ihren Ergebnissen die Wirksamkeit der Homöopathie für diese Indikation</span>; sie weist aber auch darauf hin, dass eine umfassende Diagnostik grundlegend ist. Die Arbeit wurde finanziert vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.</span></strong></p></blockquote>
<p>Gut, isoliert betrachtet ist das Ergebnis dieser Studie ist sicher preiswürdig, sensationell ist es auf jeden Fall.</p>
<p>Deshalb wundert es ja ein wenig, dass diese außergewöhnliche Arbeit, die immerhin schon 2006 abgeliefert wurde, bisher keine besondere Würdigung erfahren hat, und erst im Zusammenhang mit der Preisvergabe in den Fokus öffentlichen Interesses geriet. Normalerweise werden solch´ grandiose Forschungsergebnisse doch wesentlich ausgiebiger gefeiert&#8230;</p>
<p>Sei es, wie es sei, und offenen Fragen lassen ein wenig Raum für Spekulationen:</p>
<p>Möglicherweise liegt die Zurückhaltung der Homöopathen am Studiendesign &#8211; eine dreiarmige, placebokontrollierte Doppelblindstudie. Das wäre ein Faktum, was zumindest die „klassischen Homöopathen“ vom Jubeln abhalten könnte.</p>
<p>Haben wir doch gerade erst auf dem <strong><a href="http://dzvhae-homoeopathie-blog.de/?p=114">DZVhÄ-Blog</a></strong> durch das vom Master of Demagogie,  <strong>Claus „Chefredakteur“ Fritzsche</strong>, ausgegrabene, schon zehn Jahre alte <strong><a href="http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=26611">Ivanovas-Pamphlet</a> </strong>erfahren, dass solches Studiendesign im Grunde völlig untauglich für die  Bewertung therapeutischer Erfolge, keineswegs aber für angemessen für die individualisierte göttliche Homöopathie ist. Da kann man natürlich nicht fünf Minuten später die Ergebnisse einer RCT-Studie bejubeln; auch wenn sie eine angebliche Erfolgsgeschichte ist.</p>
<p>Möglicherweise hat Frau Dr. Werner auch ihre Schlüsse aus der Leipziger Belladonna-Groteske gezogen. Jedenfalls erweckt die  mehrfacher Relativierung ihrer Studienergebnisse zumindest bei mir den Eindruck, Frau Werner würde &#8211; im Gegensatz zur GGTM &#8211; ihren eigenen Ergebnissen nicht so recht trauen. Denn sowohl in der prämierten Studie, als auch in weiteren Publikationen zur gleichen Thematik, sind einige Einschätzungen Frau Werners zu finden, die mit dem Tenor der GGTM-Laudatio eher schlecht in Einklang zu bringen sind:</p>
<blockquote><p><strong><span style="color:#000080;">Wird in der eingesandten Milchprobe ein Erreger nachgewiesen und haben sich bis dahin die klinischen Befunde des erkrankten Euterviertelsunter der homöopathischen Behandlung nicht deutlich gebessert, sollte aufgrund der eigenen Ergebnisse auf eine chemotherapeutische Behandlung nach Antibiogramm gewechselt werden. <span style="color:#800000;">(1)</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#000080;">Die Ergebnisse der vorliegenden Studie zeigen neben der Wirksamkeit des homöopathischen Behandlungsverfahrens unter spezifischen Bedingungen aber auch, dass die Raten der vollständigen Heilung einer katarrhalischen Mastitis unabhängig vom gewählten Behandlungsverfahren und unabhängig von einem Erregernachweis auf niedrigem Niveau liegen. Das Ergebnis macht deutlich, dass der Schwerpunkt der Bekämpfung von Euterentzündungen, die durch eine Infektion mit umweltassoziierten Mastitiserregern hervorgerufen wurden, weniger in der Therapie, sondern prioritär in der Präventive zu suchen ist. <span style="color:#800000;">(1)</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#000080;">Die eigenen Ergebnisse untermauern, dass die Anwendung von Homöopathika für die Therapie der subklinischen Mastitis nicht empfohlen werden kann, unabhängig von der Art des nachgewiesenen Erregers. Deshalb sollte von Behandlungen dieser Art Abstand genommen und die Gesundheitsvorsorge intensiviert werden. <span style="color:#800000;">(2)</span></span></strong></p></blockquote>
<p>Wirkliche Erfolgsgeschichten hören sich anders an.</p>
<p>Angesichts der Widersprüche</p>
<p><strong><span style="color:#800000;">- </span><span style="color:#800000;">Frau Werner belegt mit ihren Ergebnissen die Wirksamkeit der Homöopathie für diese Indikation&#8230; </span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#800000;">- Die eigenen Ergebnisse untermauern, dass die Anwendung von Homöopathika für die Therapie der subklinischen Mastitis nicht empfohlen werden kann&#8230; </span></strong></p>
<p>erscheint es ratsam,  sich ein wenig intensiver mit Frau Dr. Werners Dissertation zu beschäftigen.  Allerdings haben das andere schon so ausgiebig betrieben, dass ich an dieser Stelle gerne auf den Internet-Auftritt des Mathematikers <strong>Prof. Dr. Gerhard Bruhn</strong> von der TU-Darmstadt verlinke. Der oben schon im Zusammenhang mit dem Leipziger Uni-Skandal genannte, hat sich ausgiebig mit der <strong><a href="http://www.mathematik.tu-darmstadt.de/~bruhn/WernerDissKomm.html">Statistik der Wernerschen Studie</a></strong> beschäftigt.</p>
<p>Wer nach der Lektüre tatsächlich noch Fragen haben sollte, warum der Studie und vor allem der Preisvergabe mit einer gesunden Portion Skepsis begegnet werden sollte,  für den empfiehlt sich, den Blick über den großen Teich lenken. Denn auch in den USA ist Frau Dr. Werners Dissertation mittlerweile ein Thema, nachdem <strong><a href="http://scienceblogs.com/whitecoatunderground/2010/04/dana_ullman.php">Dana</a> <a href="http://scienceblogs.com/insolence/2010/04/the_return_of_dana_ullman_2010.php">Ullman</a></strong>, Amerika&#8217;s Chefpropagandist in Sachen Homöopathie, die Studie entdeckt hat und ihre Ergebnisse bejubelt.  Das wiederum hat <strong><a href="http://www.quackometer.net/blog/2010/09/can-homeopathy-cure-mastitis-in-cows.html">&#8220;The Quackometer&#8221; </a></strong>veranlasst, die Studie zu kommentieren, wobei <strong>Andy Lewis</strong> zum Schluß seines Beitrags auf die Konsequenzen verweist:</p>
<blockquote><p><strong><span style="color:#000080;">Das ist die Art, wie sich die Homöopathie weiter entwickelt. Schwache oder gar keine Beweise werden als Erfolg gepriesen. Leute, wie Dana Ullman, die es eigentlich besser wissen sollten, springen auf eine schlechte Beweislage an und behaupten,  es stelle sich ein haltbarer Effekt dar. Wir können sicher sein, dass diese Studie als Beweismittel herangezogen wird, um zu zeigen, dass Kühe mit Homöopathie behandelt werden können,  und dass es sich dabei nicht um die Nutzung des Placebo-Effekts handelt. </span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#000080;">Zwar werden andere Leute auf die Schwächen in der Studie hinweisen, aber kein Homöopath wird diese Warnungen ernstnehmen. Ihre Religion wird nicht erschüttert werden. Dieses Papier wird zum großen Haufen von Schrott-Wissenschaft hinzugefügt werden, der verwendet wird, um den Unsinn der Ultra-Verdünnungen zu fördern. </span></strong></p>
<p><strong><span style="color:#000080;">Und auch wenn sich Landwirte von dieser Studie täuschen lassen: letztendlich sind es die Kühe, die darunter leiden.</span> <span style="color:#800000;">(3)</span></strong></p></blockquote>
<p>Fasst man alle diese Einwände &#8211; besonders auch die der Verfasserin &#8211; zusammen, stellt sich die Frage, mit welcher Ethik die GGTM  ihre PR-Bemühungen (nichts anderes ist die Preisvergabe) rechtfertigt ? Mit Tierschutz und wissenschaftlicher Redlichkeit in der ganzheitlichen Tiermedizin hat das Ganze nur sehr wenig zu tun.</p>
<p>Mein Vorschlag an Frau Dr. Werner: Setzen Sie ein Zeichen der Vernunft. Geben Sie den Preis zurück. Dem Viech zuliebe.</p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<p>PS. Danke an<strong> ama</strong> für den <strong><a href="http://transgallaxys.com/~kanzlerzwo/index.php?topic=6473.msg14749#msg14749">Hinweis</a></strong>.</p>
<p><span style="color:#ffffff;">b</span></p>
<p><span style="text-decoration:underline;"><strong>Endnoten: </strong></span></p>
<p><strong><span style="color:#800000;">(1) </span>Empfehlungen zum Einsatz des klassisch-homöopathischen Behandlungsverfahrens bei der Therapie der akuten katarrhalischen Mastitis des Rindes. </strong>Werner, Christina; Sundrum, Albert und Sobiraj, Axel (2007) [Recommendations for using the homeopathic treatment strategy in the case of bovine clinical mastitis.] Zwischen Tradition und Globalisierung &#8211; 9. Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau, Universität Hohenheim, Stuttgart, Deutschland, 20.-23.03.2007.</p>
<p><strong><span style="color:#800000;">(2) </span>Ist die Behandlung von subklinischen Mastitiden mit Homöopathika empfehlenswert?</strong> [Is homeopathic treatment recommended for subclinical mastitis?] Werner, C. und Sundrum, Prof. Dr. Albert (2004) 8. Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau, Kassel, 1. -4. März 2005. In: Heß, J und Rahmann, G (Hrsg.) <em>Ende der Nische, Beiträge zur 8. Wissenschaftstagung Ökologischer Landbau</em>, kassel university press GmbH, Kassel.</p>
<p><strong><span style="color:#800000;">(3) </span></strong><a href="http://www.quackometer.net/blog/2010/09/can-homeopathy-cure-mastitis-in-cows.html" rel="nofollow">http://www.quackometer.net/blog/2010/09/can-homeopathy-cure-mastitis-in-cows.html</a></p>
<blockquote><p><strong><span style="color:#000080;">(&#8230;) This is how homeopathy continues. Weak or non–existent evidence is trumpeted as success. People who ought to know better, such as Dana Ullman, leap on poor quality evidence and pretend it proves an effect. We can be sure that this study will be dragged out into the light to show that cows can be treated with homeopathy and so “it cannot be placebo”. Other people will point out the weaknesses in the study, but no homeopath will take this on board. Their religion will not be shaken. This paper will be added to the large pile of junk science that is used to promote the nonsense of ultra-dilutions. And, if any farmer is fooled by this, it is their cows who will suffer.</span></strong></p></blockquote>
<p>Ich habe mich bemüht, den Text dem Sinn entsprechend zu übersetzen.</p>
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