Heilpflanzen-Petition: 120.000 Ahnungslose, mal mindestens…

… sind gerade dabei, den Nachweis zu erbringen, dass die Demagogen der alternativheilerischen Szene ganze Arbeit geleistet haben.

Derzeit reichen die Stichworte Pharma-Industrie – Verbot – Heilpflanzen aus, um der verschwörungsgläubigen Volksseele eine Kausalkette zu liefern und sie damit in schwere Wallungen zu versetzen. Und dann wird protestiert, lamentiert und petitiert, was das Zeug hält; und vor allem, ohne im Grunde nur die geringste Ahnung davon zu haben, um was es eigentlich geht.

Nicht die sachliche Auseinandersetzung ist von Bedeutung, nein, es muss ein Zeichen gesetzt werden: Ein Lichtlein für das Heilkraut !

Vor allem aber eins gegen Aspirin.

Zwei Jahrzehnte Desinformation, Scheißhausparolen und Kampfrhetorik hinterlassen halt ihre Spuren im Denken. Wer daran zweifelt,  möge sich durch die Kommentare der Petition quälen.

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Diakonieverein Zehlendorf: Nicht mit uns, Tolzin !

Es ist eine bekannte Strategie der Anhänger obskurer Weltanschauungen, ihre Rednerkistchen möglichst an Orten aufzustellen, die ihnen – meist unfreiwillig – so etwas wie Reputation verleihen.

Da wird an einer Universität, ´ner Volkshochschule oder eben, wie hier in Berlin, im Bildungszentrum einer Diakonie ein Räumchen angemietet, und auf dem Veranstaltungsflyer sieht das hinterher so aus, als sei die jeweilige Institution mal wenigstens Mitveranstalter.

Hans Tolzin, einer der ganz großen Desinformatoren der alternativen Szene, Impfkritiker, Hamer-Anhänger, selbsternannter Journalist, medizinischer Laie und, bevor ich es vergesse, Molkereifachmann, der mit absurden Vorträgen über die ganz besonderen Gefahren des Impfens am liebsten junge Eltern verunsichert, hatte allerdings jetzt Pech mit dieser Strategie.

Nachdem die Leiterin des Tagungshauses des Diakonievereins Zehlendorf, in Unkenntnis der Person und des Werks Hans Tolzins, für dessen Veranstaltung „Elternseminar Impfentscheidung“ reserviert hatte, fühlten sich offenbar nicht gerade wenige Berliner veranlasst, die Wissenslücke der Zehlendorfer Diakonissen nachhaltig zu beseitigen.

Und nachdem das erledigt war, hat der Evangelische Diakonieverein Berlin Zehlendorf das einzig angemessene getan, nämlich ohne lange zu fackeln des Molkereifachmanns  Rednerkistchen wieder vor die Tür gestellt.

Dafür sei den Diakonissen ausdrücklich Dank gesagt, vor allem deswegen, weil sie höchstwahrscheinlich das eine oder andere Kind vor schwerer Krankheit bewahrt, möglicherweise auch dessen Leben gerettet haben.

Und das ist nicht nur in den dunklen Novembertagen ein echter Lichtblick.

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brief comment No.20: Viadrina ! Übernehmen !

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(…) Danach stellten wir gemeinsam das sog. Hornmistpräparat her. Für das Hornmistpräparat wird Kuhmist in ein Kuhhorn einer weiblichen Kuh, die schon einmal gekalbt hat, eingefüllt.

Nach ein paar Stunden hatten wir dann also mehrere hundert Hörner mit Mist gefüllt und in der Erde vergraben und außerdem auch noch das Eichenrindenpräparat vorbereitet. Im Frühjahr werden wir dann das fertige Hornmistpräparat gewinnen. Das riecht dann übrigens gar nicht mehr nach Mist, sieht ein bischen aus wie gute Erde und hat eine schöne schwarz-braune Farbe. Das Hornmistpräparat wird bei Bedarf nach einem bestimmten Verfahren in Wasser verrührt und damit auf das Feld ausgesprüht. Es wird eingesetzt, um im Wurzelbereich der Pflanze zu wirken und das Bodenleben zu verbessern.

Auf den ersten Blick erscheint dieses Thema sicherlich vielen kurios.

So gibt es zum Beispiel das Schafgarbenpräparat, bei dem aufgeblühte Schafgarbenblüten im Frühjahr in eine getrocknete Hirschblase gefüllt und spätestens ab Johanni (24. Juni) in der Sonne aufgehängt werden, um sie dann im Herbst im Boden zu vergraben und zum nächsten Frühjahr wieder auszugraben und zu verwenden.

Auch wenn einige vielleicht jetzt zweifeln oder stutzen, hat sich der Einsatz der Präparate seit mittlerweile über 70 Jahren etabliert und basiert auf einer umfassenden Theorie, die auf Rudolf Steiner zurückgeht.

( Bericht vom Demeter Präparate Treffen im Herbst 2007          auf dem Biohof Bursch)

Hey Viadrina-Chefs, passen diese Kuhhornverbuddler und Hirschblasenbefüller nicht hervorragend in´s Portfolio ?

Jetzt, wo´s der Witzenhausener Anthro-Bildungsstätte  an den Kragen geht, ist das diiiiie Chance, den Leerstuhl für Kulturwissenschaften mit einer weiteren Stiftungsprofessur noch wesentlich attraktiver zu machen:

“Institut für parallelweltliche Agrarwissenschaften”

Das wäre es doch, oder ?

Nachdem ihr schon Mediziner zu Mastern macht, ohne über einen Lehrstuhl für Medizin zu verfügen, ist es wohl auch kein Problem, ein paar anthroposophische Bauern zu betüdeln, ohne über einen Lehrstuhl für Agrarwissenschaften zu verfügen. Außerdem, Brachlandschaften gibt´s in Brandenburg doch genug.

Ich mein´, das ist ´ne gute Idee:  Die Uni Kassel wäre endlich ihre Peinlichkeit Lachnummer los, und zumindest die Fakultät für Kulturwissenschaften ist doch sowieso jenseits von Gut und Böse.

Also Präsident Pleuger, ran an die Marie, Weichequanten-Harald wird´s schon richten.

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Sweet Smileys oder Berliner Bocksgesänge

Hauptthema der griechischen Tragödie (tragodia – Bocksgesang) ist die Darstellung durchweg aussichtsloser Situationen; egal was man macht, es ist „eh für´n Arsch“.

So, oder so ähnlich, muss man realistischer Weise die Initiierung des Smiley-Systems in der Berliner Lebensmittelüberwachung sehen.

bb

Smiley-System ?

Seit kurzem ist es spruchreif: Berlin bekommt für Frittenschmieden, Dönerbuden und Hummerbratereien den Smiley, der je nach vorgefundenem Ausmaß an Küchenferkeleien zum Angry werden soll.

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Preis für Homöopathen (Ooops! They did it again…)

 

Die Gesellschaft für ganzheitliche Tiermedizin (GGTM) hat einen Preis verliehen.  Für den Nachweis, dass Homöopathie auch nach wissenschaftlichen Kriterien funktioniert.

So etwas machen Homöopathen öfters: Als – nur mal als Beispiel – das Leipziger Trio Dilettantis Süß, Nieber &  Schmidt, ihren Belladonna-Murks ablieferten, wurde ihnen dafür der Hans-Heinrich-Reckeweg-Preis aus dem Hause Heel verliehen.  Allerdings war das Ganze nur solange eine tatsächliche Ehrung, bis die Herren Wielandt, Bruhn und Keck - altgediente Hochschullehrer – den Murks als solchen identifizierten, und die alternativromantisch verklebten Augen der Öffentlichkeit für die mannigfaltigen Fehlleistungen der Leipziger Pharmazeuten öffneten.  Heute sind in der Liste der Reckeweg-Preisträger die  Namen der Belladonna-Artisten nicht mehr zu finden, was sich in jeder Beziehung als  berechtigt herausgestellt hat.

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