Biologisch-dynamische Blauzungen-Blödheit

Dass die tierhaltende Bauernschaft in Teilen esoterisch infiziert ist, die Erkenntnis ist ja nicht ganz so neu.

Das Spektrum der Irrungen und Wirrungen ist breit, und reicht von naiven Homöopathie-Anwendern bis zu hartleibigen Anthro-Landwirten, denen selbst das bei Mondschein eingebuddelte Kuhhorn zur Erzeugung von hochpotentem Dünger nicht ganz furchtbar peinlich,  sondern eine absolute Selbstverständlichkeit ist.

Auch die Motive zu magischen Regentänzen im Kuhstall sind vielfältig: Sie reichen von ökonomischen Pragmatismus über irrationale Verschwörungstheorien bis zur metaphysisch überfrachteten Ideologien antiwissenschaftlicher Parallelwelten.

Ein Lieblingsobjekt der homöopsychopathischen Weltverschwörungstheoretiker ist die erfolgreichste aller medizinischen Vorbeugungsmaßnahmen, die „Impfung“.

Es gibt kaum ein medizinisches Verfahren, das so gut untersucht ist, so konsequent überwacht wird, soviel Menschen (und Tiere) vor einem verfrühten Tod oder lebenslangen Leid  bewahrt hat, und das die absurden Theorien der Alternativpfuscher lächerlicher macht, als die Schutzimpfung.

Sie ist  – neben der allgemeinen Hygiene und der gezielten antibiotischen Chemotherapie – das wesentliche  Ergebnis des bedeutensten medizinischen Quantensprungs.

Praktisch alle Ansichten, welche die Geschichte der Medizin seit der Antike durchzogen, wurden zu allenfalls noch historisch interessanten Äußerungen, als Louis Pasteur (1822-1895) den Grundstein für die moderne Mikrobiologie legte. Es ist nicht übertrieben, die Arbeiten von Pasteur und seinen Nachfolgern als Geburtsstunde der Medizin, wie wir sie heute kennen, zu bezeichnen.

Innerhalb eines halben Jahrhunderts gelang es, die Vorstellungen der vorwissenschaftliche Heilkunde zur Krankheitsentstehung, z.B.

– Strafender Einfluss überweltlicher, göttlicher Kräfte

– Wirken von Dämonen, Hexen oder Zauberern

– Schwarze Magie wie Verwünschungen oder Flüche

– Krankmachende Winde oder Sumpfausdünstungen (Miasmen)

– Störungen einer ominösen Lebenskraft

– Einfluß eines schlechten Karmas

– Verletzung oder Mißachtung von religiösen Tabus und Ritualen u.v.m.,

durch eine wissenschaftliche Programmierung der ätiologischen Wahrnehmung weitestgehend zu eliminieren. Letztendlich wurde erst durch den Schritt von magisch-okkulten Denken zur rationalen, verifizierbaren Begründung, der Weg zu den Therapieformen und Methoden der Prophylaxe eröffnet, die wir heute erfolgreich nutzen.

Gerade weil aber die gezielte Immunisierung – nichts anderes ist die „Impfung“ – die oben genannten Hypothesen zur Krankheitsentstehung als grundsätzlich falsch entlarvt, und damit den sogenannten „komplementärmedizischen Heilverfahren“ die Legitimation entzieht, findet seit einigen Jahren verstärkt ein Feldzug gegen Impfungen statt, der in erster Linie von Homöopathen, Anthroposophen und selbsternannten Medizinkritikern geführt wird.

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Blauzungen-Blödsinn

Ein besonders verstörendes Beispiel für die Verquickung von naturwissenschaftlicher Ahnungslosigkeit und ausgeprägter Paranoia ist auf der Seite des Demeter-Verbandes zu finden. Der Beitrag steht dort unkommentiert, und man darf deshalb davon ausgehen, dass Demeter den Inhalt für akzeptabel hält.

Ich erinnere aus gegebenem Anlaß daran, daß seit Jahren die Beweise über das Wissen der Behörden gesammelt und veröffentlicht wurde (z.B. im klein-klein Verlag), daß kein krankmachendes Virus bisher nachgewiesen werden konnte.

Es gibt auch keinen Blauzungenvirus, eine entsprechende Nachfrage bei meinem zuständigen Veterinäramt wurde auch nicht bearbeitet, sondern nur mit einer handfesten Beleidigung beantwortet. Die Blauzungenkrankheit ist Folge einer Vergiftung – z.B. mit chemischen Entwurmungsmitteln, aber auch Folge von vorangegangenen Impfstoffgaben.

Wildtiere sind aufgrund der Zufütterung mit entsprechend kontaminiertem Futter ebenso dieser Erkrankung ausgesetzt – vgl. die Arbeit des Herrn von Wistinghausen , der hier bekannt sein dürfte, er erbrachte den Nachweis der Schädigung von Wildtieren (Gewichtsverlust) durch prophylaktische Entwurmungsmittel.

Der Nachweis der soganannten „Antikörper“ ist generell überall möglich, sagt jedoch nichts weiter aus, diese Tests sind an nichts geeicht und der behauptete Zusammenhang zwischen den als Antikörper bezeichneten Verbindungen und einer Immunität vor einer bestimten Erkrankung ist nicht gegeben, das ist aus em Bereich der Humanmedizin genauestens bekannt und bei Tieren nicht anders.

Ich möchte dazu auffordern, die längst aufgedeckte Lüge von übertragbaren, krankmachenden Viren nicht durch solche Formulierungen weiter am Leben zu halten.
Die wirklichen Ursachen von Krankheiten sind bekannt, diese Faktoren lassen sich durch gutes Futter und entsprechende Haltungsbedingungen vermeiden.

Es gibt keine „Erreger“, die mit einer Impfspritze bekämpft werden könnten oder müßten, es gibt schädigende Gifte – und die ganz besonders in den angepriesenen Impfstoffen.
Wer auch in Zukunft gesunde Tiere behalten möchte, dem sei empfohlen, seinen zuständigen Behörden die Frage nach einem wissenschaftlichen Virennachweis zu stellen, denn nur bei Vorhandensein eines nachgewiesenen und übertragbaren Erregers darf überhaupt nur von einer SCHUTZ-Impfung gesprochen und eine entsprechende Verordnung herausgegeben werden, das ist hier nicht der Fall.

Desweiteren sei darüber informiert, daß in Tierimpfstoffen zunehmend Gentechnik eingesetzt wird. Die Gestruktur nachhaltig verändernden Rückstände zerstören permanent Zellkerne und sind in ihrer Gefährlichkeit für das Erbgut überhaupt noch nicht abschätzbar.

Ich recherchiere in solchen Angelegenheiten seit 16 Jahren und habe aus aktuellem Anlaß eine Seite im Netz eingerichtet, dort sind u.a. die Erfahrungen mit der behaupteten Vogelgrippe veröffentlicht, z.B. der Schriftwechsel mit Dr. Kary Mullis (AIDS / HIV -Leugner; Anmerkungen d. Verfassers) , der bestätigte, daß mit der PCR-Methode kein Virennachweis möglich ist, dieser muß bereits vorher erbracht worden sein. Ist er aber nicht.

Verantwortlich für dieses Firstclass-Bullshit-Bingo ist eine  Frau Eva-Maria Oeser, die ihre Weisheiten in Sachen Virologie wohl hauptsächlich aus den Ausdünstungen eines Stefan Lanka, eines Hans Tolzin , oder eines Martin Hirte kondensiert.

Gerade das ganz bewußt ausgewählte  Zitat von Frau Oeser  zeigt in aller Deutlichkeit, welchen verheerenden Einfluss die Mischung von Inkompetenz und Sendungsbewußtsein hat, wenn diese sich mit entsprechender Verblödungsargumentation vereinigt.

Dementsprechend finden wir hier die gesammelten Scheißhausparolen Müllberge Verdummungsstrategien tragfähigen Argumente, die auch in den Diskussionen um die Prophylaxe durch Impfungen in der Humanmedizin zu finden sind. Was nämlich dem humanmedizinischen Impfgegner das Masern- oder Grippevirus ist, ist den veterinärmedizinischen Unheilkundlern die Blauzungenkrankheit.

Hier wie dort präsentieren sich unüberwindbare Widersprüche zwischen der wissenschaftlichen Position und dem offensichtlichen Unsinn der Impfgegner-Gilde:

– Pathogene Viren wurden nicht nachgewiesen bzw. sind nicht existent.

– Virale Infektionen gibt es nicht, die Ursache bestimmter Krankheit – in diesem Fall die Blauzungen-Krankheit – sind chemische Vergiftungen.

– Die Vergiftungen sind die Folge von verabreichten Arzneimitteln oder Impfungen.

– Der Nachweis von Antikörperntitern ist kein Nachweis für eine Immunsierung

– Impfungen führen bei Mensch und Tier zu einer Vielzahl von wesentlichen Gesundheitstörungen sowie schwerwiegenden Erkrankungen, die aufgrund einer umfassenden Verschwörung zwischen Politik, öffentlichem Gesundheitswesen und der Pharmaindustrie nicht als „Impfschäden“ registriert werden.

Belege für alle diese Behauptungen existieren allenfalls in der Phantasie der Impfgegnerschaft, was diese allerdings nicht daran hindert, diverse Horror-Szenarien zu inszenieren.

Nun behauptet der Volksmund immer, dass dort, wo es raucht, auch mit Feuer zu rechnen ist. Ist also möglicherweise doch etwas Wahrheit an den Impfschäden-Legenden ?

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Die Antwort: Begleitstudie zur BT-Impfung  2009

Weil unter anderem die erz-demokratische und – im allgemeinen Sinne – rechtschaffende Schweiz stark in die Prosteste  gegen die Blauzungenimpfung involviert ist, und sich dort – ausgesprochen undemokratisch – Teile der Bauernschaft der Impfpflicht entziehen, und Amtstierärzten den Zugang zur ihren Herden verweigerten, sei hier besonders auf die Quelle der Untersuchung – die VetSuisse Falkultät – hingewiesen.

Im Spätherbst 2009 veröffentlichte Dr. Andreas Tschuor (Abteilung für Bestandesmedizin der Vetsuisse-Fakultät Zürich) die obengenannte Studie unter dem Titel: „Abklärung von Aborten und anderen tiergesundheitlichen Problemen im Zusammenhang mit der Blauzungenvirus-Impfung“ (15.10.2009)

Ziel der Studie war es, die im Zusammenhang  mit der Blauzungen-Impfung gemeldeten Gesundheitsstörungen (Impfschäden)  – besonders die Rate der Fehlgeburten – im Hinblick auf  das Vorhandensein aller nachweisbaren Abort-Erreger zu untersuchen.

Mit anderen Worten: Es sollte abgeklärt werden, ob die Blauzungen-Impfung Auslöser der Fehlgeburten (und anderer tiergesundheitlicher Störungen)  ist, und ob es auszuschließen ist, dass dafür ohnehin bekannte Mikroorganismen, die Fehlgeburten und Fruchtentwicklungsstörungen sowie weitere Krankheiten  auslösen, verantwortlich zu machen sind.

Nach einer umfänglichen Analyse aller Faktoren kommt der Autor zu einer sehr eindeutigen Schlußfolgerung:

5. Schlussbeurteilung über die tiergesundheitliche Auswirkung der BT-Impfung

Aufgrund dieser vorliegenden Begleitstudie zur BT-Impfung 2009 konnte nachgewiesen werden, dass insbesondere die oft beklagten Aborte infolge der BT-Impfungen keinen direkten Zusammenhang mit der BT-Impfung haben.

Die Folgerungen begründen sich damit, dass bei den Aborten, welche sich innerhalb von 14 Tagen nach der BT-Impfung ereigneten, die nachgewiesenen Ursachen in einem vergleichbaren Verhältnis liegen wie bei Aborten, welche bereits vor der BT-Impfung 2008 und 2009 auftraten.

Auch unterscheidet sich die Aufklärungsrate von Aborten vor und nach der BT-Impfung nicht.

Zudem kommt das abgetötete Impf-Virus selber nicht als Abortursache in Frage, weil dieses Impf-Virus in keinem Fetus und auch keine Antikörper gegen dieses Virus in den Feten gefunden  werden konnte.

Gemeldete Störungen der Eutergesundheit konnten in vielen Fällen dahingehend objektiviert werden, dass diese schon vor der BT-Impfung 2008 und 2009 vorlagen oder erst deutlich nachher begannen. In Betrieben, wo ein Einfluss der Impfung (aufgrund der eindeutigen Zuordnung anderer Einflüsse; Anmerkungen d. Verfassers) zeigten sich trotz Problemen bei Einzeltieren keine nachhaltigen Effekte auf die Herdengesundheit.

Gemeldete Kälberkrankheiten, Grippeausbrüche und Fertilitätsstörungen auf Bestandsebene konnten alle durch nachvollziehbare, fachlich begründetete andere Ursachen als die BT-Impfung erklärt werden, was jedoch nicht in jedem Fall akzeptiert wurde.

Was aber der impfgegnerischen Bauernschaft noch mehr den Wind aus den Segeln nehmen dürfte, ist in der Studie unter Punkt 3.3.1 zu lesen:

14 Betriebe zogen ihre Meldungen (der Impfschäden; Anmerkungen d. Verfassers) direkt oder indirekt zurück, indem sie einen Betriebsbesuch mit entsprechender Analyse verweigerten oder die geforderten Dokumente nicht einreichten.

Dies betraf unter anderem auch die Tierhalter, welche in öffentlichen Diskussionen und Beiträgen in den Printmedien enorme tiergesundheitliche Nebenwirkungen beklagten.

Zum Schluß deshalb noch ein Kommentar, der für sich selbst spricht.

„Impfschäden“ sind interessanterweise in den Betrieben aufgetreten, wo bei jedem Gewitter , auch in 500 km Entfernung, eine Kuh vom Blitz dahingerafft wird…ob es da wohl einen Zusammenhang gibt ?

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2 Antworten zu Biologisch-dynamische Blauzungen-Blödheit

  1. Megamidge schreibt:

    Endlich mal Verstärkung für mich !
    Ich habe schon gedacht, das Leiden der Rinder interessiert kein Schwein !
    LG Bella
    http://arme-blaue-kuh.blogspot.com/

  2. observer schreibt:

    Zur Blauzungenkrankheit hat auch der Impfgegner Dr Loibner
    einen sinnentleerten Aufsatz geschrieben.

    http://www.initiative.cc/Artikel/2008_11_23_loibner.pdf

    Dr Loibner wurde aus der Ärzteliste gestrichen als Schutzmassnahme für potentielle Patienten.

    Die Initiative.cc ist eine Gruppe, die überzeugt ist von der Richtigkeit (antisemitischen) Neuen Germanischen Medizin des Verbrechers Dr Hamer

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