Das „Ganz Andere“ und dessen Impulse für die Medizin.

Was passiert, wenn ein Meerbuscher Hobby-Journalist mit Profiler-Macke versucht, einen ausgewiesenen Esoteriker zu verstehen, der sich nicht nur ins intellektuelle Mittelalter zurückwünscht, sondern sich auch krampfhaft bemüht, Jenseitiges zu Diesseitigem zu erklären, das kann man derzeit auf des rheinischen Investigators Gastwebsite nachlesen.

Wer das ohne Gehirnkrampf überstanden hat, und Walachs populistisches Auskeilen gegen die Wissenschaftsmediziner

Ob jemand, der durch die derzeit übliche medizinische Ausbildung gegangen ist, überhaupt noch ganzheitlich denken, geschweige denn handeln kann ohne extensive Weiter- oder Rückbildung seiner „déformation professionnelle“ das sei einmal ganz dahingestellt.

als das registriert, was es ist, nämlich die Diskreditierung eines gesamten Berufsstandes zwecks Selbsterhöhung des – überdenTellerrandschauenden – Verfassers,  erfreut sich bestimmt auch am  Schlußsatz des ausgewiesenen Esoterikers, der eines Hochschullehrers mit Doppeldoktor wahrhaft würdig ist:

„Der Integrative Ansatz lullt uns ein wie die Mischung aus Glühwein, Plätzchen und Stille Nacht auf dem Weihnachtsmarkt. Die Welt scheint heil, das Christkind ist gut, die Familie ist lieb, der Weihnachtsmann fliegt auf einem Schlitten durch die Nacht und bringt Geschenke, und bei all der Idylle übersehen wir die Unbehausten, die in dunklen Hauseingängen frieren. Die Welt der Integrativen Medizin, so scheint mir, ist nicht eine bessere, sondern eine illusorisch bessere Welt. Denn sie hat sich genau desjenigen enthoben, das uns ein Stachel ist, besser zu verstehen, besser zu handeln, überhaupt besser zu werden: des ganz Anderen.“

Es ist nicht zu übersehen:  Merlin the Magician is back from Northampton, und macht sich schon mal warm für den  Unterricht in Frankfurt/Oder.

Versteht man die Aufwärmübung in seiner Gazette richtig, wird er wohl dort den Menschen zeigen, dass die Medizin nur eine Überlebenschance hat, wenn sie sich mit dem „Ganz Anderen“ auseinander setzt; und sei das „Ganz Andere“ auch nur der Wahnsinn, der sich in hochverdünnter Hundescheiße ausdrückt. (1)

Nun sollte man Walach vielleicht doch darauf hinweisen, dass eine ernsthafte Medizin den Schutz der Patienten vor dem üblichen Irrwitz des „Ganz Anderen“ wohl für wesentlich wichtiger ansieht, als die freudvolle Begegnung mit den Absurditäten der Quacksalbermedizin.  Nicht zuletzt deswegen, weil die Verfahren des „Ganz Anderen“ meist schon deshalb  Quackssalbermedizin sind, weil sie – oft schon vor langer Zeit – die Begegnung mit der Wissenschaftmedizin wegen der Absurdität ihrer Thesen nicht überstanden haben.

Aber diesen Erkenntnis scheut der Prophet des Außergewöhnlichen wie der Teufel das Weihwasser; denn schließlich basiert seine ganze akademische Karriere darauf, das knochentrockene Hier und Jetzt um ein paar Parallel-Universen zu erweitern. Und wenn man seine Kohle mit dem „Ganz Anderen“ verdient, muss man eben diesem – egal was damit letztlich gemeint ist – einen besonderen Stellenwert verleihen. Denn schließlich will man doch auch noch morgen über Forschungs-Mittel verfügen, um die Heilwirkung des getrockneten Bisamsterz und ähnlichem Gewölle  zu erkunden.        b

Weil Walach dafür vor nichts  zurückschreckt,  würde es sich eigentlich lohnen, einen Preis für den Mutigen auszuloben, der die meisten Fehler in Walachs Mystik und C. H. H. H. L. Fritzsches Interpretationen (2) findet.

Allerdings verbietet es die Menschenrechtskonvention, Menschen zu quälen. Die erlaubt als  maximale geistige Zumutung so etwas, wie das nachstehende Video. Das zwar ist schon brutal genug, aber gegen Walach/Fritzsche doch  nur ein Kinderschiß.

(1) Beruhigend ist in diesem Zusammenhang, dass an der Viadrina keine Mediziner ausgebildet werden

(2) Ich habe bis heute nicht verstanden, wie der Meerbuscher Marlow-Verschnitt den Walach überreden konnte, bei ihm den „Wissenschaftlichen Beirat“ zu mimen. Aber vielleicht ist das ein Geschäft auf Gegenseitigkeit, vielleicht braucht jeder Abgehobene ´nen Dornbusch, der für ihn das Volk bequatscht ?

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