Vergoldete Pißrinne – Nachtrag

Es fällt schwer, sich vorzustellen, dass die Marketing-Verantwortlichen bei Weleda, Wala, DHU, Hevert, Heel oder Staufen-Pharma wirklich so naiv waren oder sind, dass ihnen die vielfältigen Internet-Aktivitäten des Herrn Fritzsche und seiner Alter Egos nicht bekannt waren und es erst eines Artikels in der SZ bedurfte, um den Vorständen der bedeutenden alternativen Pharamunternehmen klar zu machen, dass es wohl der Super-Gau schlechthin war, ausgerechnet Herrn Fritzsche mit an Bord des brennenden Bootes „Alternativmedizin“ zu holen.

Ich werte deshalb die (in jeder Beziehung erfreuliche) aktuelle Meldung, dass Weleda dem Herrn Fritzsche die Penunzen entzieht, nicht so sehr als Einsicht in die moralische Verwerflichkeit des Fritzschen Vigilantismus, sondern als Notbremse eines ohnehin in wirtschaftlicher Schieflage befindlichen Unternehmens, das derzeit eins garantiert nicht benötigt: einen veritablen Shit-Storm.

Den anderen Finanziers des Fritzschen Denunziations-Business, die sich bisher noch in Stillschweigen und Aussitzen üben, sei dringend empfohlen, sich an Weleda ein Beispiel zu nehmen: es ist einfach kein erfolgsträchtiger Einstieg in einen Dialog, der mit der Beschimpfung der Gesprächspartner als „Schwerstkriminelle“ beginnt.

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