Was Sie über die Homöopathie wirklich wissen sollten… Teil 3.3

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Teil 3

Die Irrtümer der Homöopathie

Simile, Dynamisierung, Miasmen und weiterer Unfug

3.Abschnitt: Die homöopathische Arzneimittelprüfung

 

Zur gepflegten Taktik der Homöopathen gehört es, der Welt vorzuspielen, dass sie eine durch und durch seriöse Arznei-Therapie anwenden – und zu dieser gehört selbstverständlich eine anständige Prüfung dieser Arzneien.

Es geht ja auch nicht, einfach so, ohne jede Kontrolle, Mittel zu erfinden und zu verordnen. Arzneimittel gehören geprüft, auch homöopathische Arzneien. Schließlich sind Homöopathen verantwortungsvolle Heiler.

Der vertrauensvolle Patient geht natürlich davon aus, dass es sich bei der Arzneimittelprüfung der Homöopathen um ein Verfahren handelt, das dem wissenschaftsmedizinischen Verfahren gleichgestellt ist, bei dem z.B. Wirkmechanismen, Dosierungen und Anwendungszeiträume ermittelt, vor allem aber Toxizität, Arzneimittelnebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten erforscht werden.    

Nun, kaum etwas könnte ein größerer Irrtum sein.

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Was Sie über die Homöopathie wirklich wissen sollten… Teil 3.2

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Teil 3

Die Irrtümer der Homöopathie

Simile, Dynamisierung, Miasmen und weiterer Unfug

2.Abschnitt: Das Simile-Prinzip

 

Wenn Sie, werte Leser, schon einen Blick in die ersten Kapitel dieses Essays geworfen haben, ist Ihnen sicher aufgefallen, dass es mir weniger darum geht, Ihnen im Detail die Begründung dafür zu liefern, warum die Theorie der Homöopathie nicht vereinbar mit den Naturgesetzen ist.

Viel wichtiger ist mir, Ihnen zu zeigen, welche Wahrnehmungs- oder Denkfehler zu der Überzeugung führen können, bzw. bei dem Begründer der Homöopathie und seinen Erben dazu geführt haben, die Homöopathie sei ein auf wirksamen Arzneimitteln beruhendes Heilverfahren. Diese Denkfehler finden sich in der gesamten Theorie der Homöopathie.

Es bleibt deshalb nur, sich jeden Aspekt der Hahnemannschen Lehre vorzunehmen, und zum einen die dort zu findenden fundamentalen Täuschungen, zum anderen dann die durch Hahnemann und seine Nachfolger zum Kaschieren dieser Täuschung in die Lehre hinein konstruierten Hilfskonstrukte zu identifizieren. 

Meist ist zu lesen, dass das theoretische Gebäude der Homöopathie auf drei Grundpfeilern ruht:

  1. Der Ähnlichkeitsregel (oder Simile-Prinzip)
  2. Dem durch Prüfung an Gesunden gewonnenen Arzneimittelbild
  3. Der Dynamisierung der Arzneien durch Potenzierung

Man sollte diese Grundpfeiler um drei weitere ergänzen:

  1. Die miasmatische Krankheitslehre
  2. Die homöopathischen Arzneien
  3. Die Individualisierung der Arzneien

Die Prüfung der homöopathischen Arzneien habe ich schon kurz zu Anfang des 3. Teils im  Exkurs I „Täuschung“  angesprochen und damit diesem 2. Abschnitt ein wenig vorgegriffen. Es werden also einige Aspekte ein zweites Mal angesprochen – was sich, wegen der Verzahnung der Elemente der homöopathischen Lehre, ohnehin nicht gänzlich vermeiden lässt. Redundanzen sind also vorprogrammiert- man möge sie mir verzeihen.

 

Das Simile-Prinzip

Die Homöopathie ist in ihrer Grundkonstruktion eine Pharmakotherapie. Als Pharmakotherapie bezeichnet man die Behandlung von Erkrankungen mit Hilfe von Arzneimitteln.

Um wirksame Arzneimittel zu entwickeln oder um für pharmakologisch wirksame Substanzen optimale Dosierungen und Behandlungsdauer festlegen zu können, bedarf es detaillierte Kenntnisse über die Wirkmechanismen von Arzneistoffen. Wie man zu diesen Erkenntnissen kommt, darin unterscheidet sich kaum etwas so sehr, wie der Ansatz der Wissenschaftsmedizin von dem, den die Homöopathie praktiziert.    

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Was Sie über die Homöopathie wirklich wissen sollten… Teil 3.1

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Teil 3

Die Irrtümer der Homöopathie

Simile, Dynamisierung, Miasmen und weiterer Unfug

1.Abschnitt: Ein Exkurs in Sachen Täuschung

 

Die Homöopathie, als „erfundene“ Therapie, beruht zum einen auf vorwissenschaftlichen (und grundlegend falschen) Annahmen über die Natur des Menschen, zum anderen auf Phantasien, die das zur Zeit ihrer Begründung fehlende Wissen ersetzten. Das muss eigentlich jedem auffallen, der einerseits über ein Normalmaß an schulischer Bildung verfügt, anderseits sich mit der theoretischen Grundlagen der Homöopathie beschäftigt hat.

Offenbar reicht aber die Auseinandersetzung mit den Widersprüchen zwischen den homöopathischen Ideen und einer ganz anders gearteten Wirklichkeit nicht aus, Hahnemanns Konstruktionen für Unsinn zu halten – was sie zweifellos sind.

Das erstaunt nur im ersten Moment, im zweiten müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass diese Konstrukte der Homöopathie, so abwegig sie auch sind, offenbar sehr überzeugend den Anschein erweckten, sie wären „Tatsachen“ – und die Widersprüche lägen nicht an der homöopathischen Theorie, sondern an unserer unvollkommen Ergründung der Realität.

Diese Annahme ist allerdings ein Irrtum: Die Suggestion therapeutischer Wirksamkeit auch da, wo ein kausaler Zusammenhang zwischen Therapie und Heilerfolg definitiv verneint werden muss, liegt an den vielfältigen Möglichkeiten, über die Menschen verfügen, sich selbst – und natürlich auch andere – zu täuschen.

Um die in den verschiedenen Bausteinen der homöopathischen Lehre zu findenden Irrtümer zu identifizieren, spricht viel für einen kurzen Ausflug ins Reich der kognitiven Fehlleistungen. Allerdings, sich im Detail mit den enormen Möglichkeiten auseinanderzusetzen, die uns dazu veranlassen, die Welt falsch einzuschätzen, ist mehr, als nur eine abendfüllende Beschäftigung.

Wen dieses Thema tiefer interessiert, dem sei zum Einstieg in die Vielfalt geistiger Fehlleistungen ein Besuch beim „Ratio-Blog“ empfohlen ( Klick ). Ich will mich hier nur auf den kapitalsten Bock, den Zwölfender der Täuschungen beschränken:                        “Cum hoc ergo propter hoc”

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Was Sie über die Homöopathie wirklich wissen sollten… Teil 2

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Teil 2

Wie alles begann…

Von edlen Motiven und größten Irrtümern

In den letzten Jahren des 18. Jahrhunderts, also vor mehr als 200 Jahren, konstruierte der aus dem sächsischen Meißen stammende Arzt, Apotheker, und Übersetzer wissenschaftlicher Schriften, Samuel Hahnemann,  aus diversen Versatzstücken früherer Heilslehren und den Ausflüssen seiner blühenden Phantasie ein neues Therapieverfahren: die Homöopathie.

Gedacht war diese als Gegenentwurf zu der zu Hahnemanns Zeiten praktizierten, vorwissenschaftlichen Medizin, die ihre Wurzeln in archaischen, magisch-animistischen, von Aberglauben geprägten Heilkonzepten hatte und – aus heutiger Sicht – über doch sehr abwegige Vorstellungen von der Biologie des Menschen verfügte.

Diese Medizin, gegen die sich Hahnemann zu Recht aussprach, brachte mit ihren brachialen Therapie-Methoden – z.B. dem Aderlass, dem Klistier, der Verabreichung von Brech- und Abführmitteln oder der Verwendung von Giftstoffen aller Art – allenfalls zufällig Heilung (1), oftmals bereitete sie einem moribunden Patienten jedoch endgültig den Garaus.

Nur – man wusste es einfach nicht besser, denn das, was heute als medizinisches Wissen fast schon zur Allgemeinbildung gehört, war nicht einmal in Ansätzen vorhanden; übrigens auch nicht bei Hahnemann.

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Was Sie über die Homöopathie wirklich wissen sollten… Teil I

ReaderVorweg:  

Ich bin der Homöopathie zum ersten Mal in den 1980er Jahren begegnet. 

Die junge Frau an meiner Seite hatte einige gesundheitliche Probleme, u.a. häufige Übelkeit und dauernde Erschöpfungs-zustände,  mit denen sie sich  – damals noch völlig unbefangen – einer Heilpraktikerin anvertraute.  

Diese Dame hatte auch die Homöopathie im Therapie-Sortiment, was dazu führte, dass ich eines Tages den Auftrag erhielt, ein Rezept für eine homöopathische Arznei unserem Kleinstadt-Apotheker zu überreichen. Der machte sich, weil es sich um eine Einzelanfertigung handelte, flugs an Werk,  um mir einige Tage später das verordnete Mittel zu übergeben – zu einem exorbitanten Preis und verbunden mit guten Genesungswünschen.

Nun war es so, dass auf den beiden mir überreichten Fläschchen kryptische Angaben zu den Inhaltsstoffen zu finden waren, aus denen man nicht recht schlau werden konnte, und einen erläuternden Beipackzettel gab´s auch nicht. Aus verständlichem Interesse, schließlich ging´s ja um meine Frau,  habe ich damals das gemacht, was man als Student so machte, wenn man auf unbekannte Sachverhalte traf – man begab sich in eine Fachbereichsbibliothek.

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